Sozialrouten­plan

Im Sommer 2019 erschien erstmals ein Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg mit Basisinformationen über Beratungs- und Hilfsangebote. Das Ziel ist, Menschen in schwierigen Lebenssituationen rasch einen Überblick zu geben, wo sie Hilfe für ihr Anliegen finden können.

Sozialroutenplan

Digitalisierter Sozialroutenplan für Westösterreich

Informationsbroschüren über bestehende Angebote gibt es bereits in analoger Form (Sozialroutenplan Stadt Salzburg). Die Digitalisierung eines Sozialroutenplans für Westösterreich (Salzburg, Vorarlberg, Tirol) soll nun in einem Konsortium bestehend aus fünf wissenschaftlichen Instituten, 14 Sozialeinrichtungen und drei Unternehmen aus der IT-Branche umgesetzt werden. Geleitet wird das Projekt von Andreas Exenberger (Universität Innsbruck).

Im Fokus der Umsetzung stehen die Bedürfnisse und Lebenssituationen von Menschen, die Unterstützung durch das soziale Hilfssystem benötigen. Durch die Einbindung von Betroffenen ist es möglich, die wichtigsten Grundprinzipien des Projekts, nämlich Nicht-Diskriminierung, Barrierefreiheit und Usability proaktiv auszuführen. Am Ende sollen mehrere digitale Werkzeuge stehen (offene Schnittstelle, mobile App, Web-Anwendung), durch die Informationen über Beratungsstellen, Angebote und Voraussetzungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen in möglichst flexibler und niederschwelliger Form zugänglich werden.

Wir am ifz übernehmen die wissenschaftliche Analyse sowie die Begleitung des Prozesses im Bundesland Salzburg (Gestaltung und Planung von Workshops, Vernetzung mit Sozialeinrichtungen). Gemeinsam mit dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg (ZEA) steuern wir unsere Expertise bei.

Projektpartner

Das ifz arbeitet in diesem Projekt mit einem Konsortium aus fünf wissenschaftlichen Instituten, 14 Sozialeinrichtungen und drei IT-Unternehmen.


Sozialroutenplan Stadt Salzburg (erste Auflage 2019)

Im Sommer 2019 erschien erstmals ein Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg. Er ist eine Art Stadtplan, ein Wegweiser für Menschen in finanziellen und sozialen Notlagen. Er bietet grundlegende Informationen zur Rechtslage, zu Ansprüchen in schwierigen Lebenssituationen und wo man sich unbürokratisch Hilfe holen kann. Zahlreiche Beratungsstellen und soziale Einrichtungen sind thematisch aufgelistet, mit einer Kontaktadresse und Telefonnummer versehen sowie mit einer Info, wie man die Einrichtung am besten erreicht.

Die Broschüre liegt zur freien Entnahme in amtlichen und freien Hilfseinrichtungen auf und kann beim ifz kostenlos angefordert werden (office@ifz-salzburg.at). Die Broschüre ist auch als PDF abrufbar. Herausgeber sind das ifz, das Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg (ZEA) sowie der Verein unicum:mensch und die Arbeiterkammer Salzburg, die beide neben weiteren Sponsoren das Projekt finanziell unterstützen.


Wissenschaftler*innen

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Bahtić-Kunrath Birgit

Research Fellow, Politikwissenschaftbbahtic@ifz-salzburg.at

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Liedauer Susanne

Research Fellow, Geographie und Lateinsliedauer@ifz-salzburg.at


News

Die Digitalisierung des Sozialroutenplans schreitet voran

Sozialroutenplan 23. Sep, 2021

Bei der Digitalisierung des aktuellen Sozialroutenplans geht es unter anderem darum, herauszufinden, worin mögliche Hürden, Hindernisse und auch Chancen bei der Nutzung eines digitalen Sozialroutenplans bestehen. Hierfür ist es besonders wichtig, mit Menschen, die sich in Notsituationen befinden und Hilfe bedürfen, zusammenzuarbeiten.

Das soziale Netz: der Sozialroutenplan für Salzburg (Apropos)

Pressespiegel 6. Aug, 2019

In der aktuellen Ausgabe der Salzburger Straßenzeitung Apropos (erhältlich seit Freitag, dem 2. August), spricht ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer über die Entstehung des Sozialroutenplans für Salzburg. Im Interview mit Autorin Christine Gnahn erläutert er auch noch einmal, warum diese Broschüre für Menschen in Not so wichtig ist. Lesen Sie hier den kompletten Artikel.