Sozialroutenplan

Digitalisierter Sozialroutenplan für Westösterreich

Laufzeit: 1. April 2021 bis 31. März 2024

Fördergeber: Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit dem Programm Laura Bassi 4.0

Projektträger: Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Uni Innsbruck, verantwortlich Prof. Dr. Andreas Exenberger

Projektteilnehmer: Konsortium aus fünf wissenschaftlichen Instituten, 14 Sozialeinrichtungen und drei IT-Unternehmen:

Projektinhalt: In Westösterreich sind mindestens 300.000 Menschen teilweise auf den Zugang zu sozialen Unterstützungsleistungen angewiesen. Oft wissen Betroffene gar nicht, welche Sozialeinrichtungen überhaupt vorhanden sind. Manchmal hindert sie auch die Scham ob der eigenen Situation, soziale Hilfsleistungen aufzusuchen und anzunehmen. Digitalisierung kann hier Ausgrenzung verstärken, aber auch Chancen bieten, wenn man sie richtig umsetzt.

Informationsbroschüren über bestehende Angebote gibt es bereits in analoger Form (Sozialroutenplan Stadt Salzburg – siehe unten). Die Digitalisierung eines Sozialroutenplans für Westösterreich (Salzburg, Vorarlberg, Tirol) soll nun in einem Konsortium bestehend aus fünf wissenschaftlichen Instituten, 14 Sozialeinrichtungen und drei Unternehmen aus der IT-Branche umgesetzt werden. Geleitet wird das Projekt von Andreas Exenberger (Universität Innsbruck).

Im Fokus der Umsetzung stehen die Bedürfnisse und Lebenssituationen von Menschen, Unterstützung durch das soziale Hilfssystem benötigen. Durch die Einbindung von Betroffenen ist es möglich, die wichtigsten Grundprinzipien des Projekts, nämlich Nicht-Diskriminierung, Barrierefreiheit und Usability proaktiv auszuführen. Am Ende sollen mehrere digitale Werkzeuge stehen (offene Schnittstelle, mobile App, Web-Anwendung), durch die Informationen über Beratungsstellen, Angebote und Voraussetzungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen in möglichst flexibler und niederschwelliger Form zugänglich werden.

Wir am ifz übernehmen die wissenschaftliche Analyse sowie die Begleitung des Prozesses im Bundesland Salzburg (Gestaltung und Planung von Workshops, Vernetzung mit Sozialeinrichtungen). Gemeinsam mit dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg (ZEA) steuern wir unsere Expertise bei.

 


Sozialroutenplan Stadt Salzburg (erste Auflage 2019)

Im Sommer 2019 erschien erstmals ein Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg. Er ist eine Art Stadtplan, ein Wegweiser für Menschen in finanziellen und sozialen Notlagen. Er bietet grundlegende Informationen zur Rechtslage, zu Ansprüchen in schwierigen Lebenssituationen und wo man sich unbürokratisch Hilfe holen kann. Zahlreiche Beratungsstellen und soziale Einrichtungen sind thematisch aufgelistet, mit einer Kontaktadresse und Telefonnummer versehen sowie mit einer Info, wie man die Einrichtung am besten erreicht.

Die Broschüre liegt zur freien Entnahme in amtlichen und freien Hilfseinrichtungen auf und kann beim ifz kostenlos angefordert werden (office [at] nullifz-salzburg.at). Die Broschüre ist auch als PDF abrufbar (Download hier). Herausgeber sind das ifz, das Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg (ZEA) sowie der Verein unicum:mensch und die Arbeiterkammer Salzburg, die beide neben weiteren Sponsoren das Projekt finanziell unterstützen.

Blättern Sie hier durch den Sozialroutenplan der Stadt Salzburg:

Der Sozialroutenplan ist auch als PDF (Download hier) erhältlich!

 

Der Sozialroutenplan ist wieder erhältlich. Natürlich kostenlos!


19.05.2020

Gute Nachrichten: Nachdem der Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg für kurze Zeit vergriffen war, ist er nun wieder erhältlich! Natürlich kostenlos!

Die Broschüre liegt in amtlichen und freien Hilfseinrichtungen auf und kann bei uns am ifz kostenlos angefordert werden. Schreiben Sie uns einfach eine Mail: office [at] nullifz-salzburg.at

Der erste Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg erfreut sich großer Nachfrage.


20.01.2020

Es gibt eine gute und eine weniger gute Nachricht. Die gute zuerst: Der Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg erfreut sich großer Nachfrage. Er ist eine Art Stadtplan, ein Wegweiser für Menschen in finanziellen und sozialen Notlagen. Er bietet grundlegende Informationen zur Rechtslage, zu Ansprüchen in schwierigen Lebenssituationen und wo man sich unbürokratisch Hilfe holen kann.

Apropos über Salzburgs Sozialroutenplan.


01.10.2019

Wie wichtig ein soziales Netz ist, zeigt Schreibwerkstatt-Autorin Hanna S. in ihrem Beitrag in der aktuellen Oktober-Ausgabe der Straßenzeitung Apropos. Nicht immer jedoch weiß man als Betroffene/als Betroffener, wohin man sich in einer schwierigen Situation wenden kann.

ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer über die Entstehung des Sozialroutenplans.


06.08.2019

In der aktuellen Ausgabe der Salzburger Straßenzeitung Apropos (erhältlich seit Freitag, dem 2. August), spricht ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer über die Entstehung des Sozialroutenplans für Salzburg. Im Interview mit Autorin Christine Gnahn erläutert er auch noch einmal, warum diese Broschüre für Menschen in Not so wichtig ist.

 

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