Was macht uns Menschen resilient?

Resiliente Haltungen und Handlungen

Die Resilienzforschung frägt, was es Menschen ermöglicht, Belastungen, Widrigkeiten und Krisen weitestgehend unbeschadet zu überstehen – oder gar noch an ihnen zu wachsen. Im Frühjahr 2020 und jetzt im November waren und sind wir alle ganz persönlich mit der Frage nach unserer eigenen Widerstandskraft konfrontiert. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellen uns erneut vor die Frage nach der eigenen Resilienz.

Wie kommen wir gut durch die Zeit der massiven Einschränkungen? Was bedeutet diese Situation für  Eltern schulpflichtiger Kinder? Werde ich Zuhause vereinsamen und wie kann ich mit diesen Gefühlen umgehen? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Was ist mir wirklich wichtig?

Um diesen und ähnlichen Themen Raum zu geben, haben wir auf unserer Internet-Seite ein COVID-19-Forum eingerichtet. Es dient der gemeinsamen Auseinandersetzung über die individuellen Erfahrungen mit der schlagartig geänderten Wirklichkeit: Es verbindet die TeilnehmerInnen und Mit-Leser, schafft Verbundenheit. Das Forum schafft auch Orientierung in einer beunruhigend unübersichtlichen Lage. Eben diese drei Dimensionen sind in der Resilienzforschung wichtig: sozialer Sinn, Kontrollsinn und Richtungssinn.

Im Hintergrund vieler Einträge deutet sich ein verlässliches Wertegefüge als generelles Merkmal resilienter Haltungen und Handlungen im Zeichen der Krise an. Dieser intakte Richtungssinn verweist auf eine gepflegte Innerlichkeit. Auch erleben wir, dass viele von uns in der Krise ethischer handeln als zuvor. Tugenden der Rücksichtnahme, der Orientierung hin auf das Gemeinwohl und allgemeine Freundlichkeit rücken in den Vordergrund.

Hier gelangen Sie zu unserem Resilienzprojekt „Resiliente Gemeinschaften“: „Umgang mit dem Unerbittlichen: Was Gemeinschaften und Organisationen angesichts von Katastrophen und Krisen resilient macht“.