Resiliente Gemeinschaften

Umgang mit dem Unerbittlichen: Was Gemeinschaften und Organisationen angesichts von Katastrophen und Krisen resilient macht

Laufzeit: 25. Mai 2020 – 31. Dezember 2021

Fördergeber: Land Salzburg (Ref. 2/04 Kultur und Wissenschaft), Verein Freunde des IFZ e.V.

Forschungsvorhaben: Im Rahmen dieses Forschungsprojekts gehen wir systematisch der Frage nach, was Gemeinschaften dabei hilft, Katastrophen, Tragödien und Krisen zu bewältigen. Wir kombinieren philosophisches Herangehen mit einem engen empirischen Bezug, Begriffsarbeit mit ‚lokalem Wissen‘ und der Einbindung von Betroffenen.

Milestones/Output:

  • Ergebnisbericht zur Onlinebefragung „Auswirkungen der Coronapandemie auf das soziale Hilfssystem und auf hilfsbedürftige Menschen“ in der Stadt Salzburg (PDF zum Download)
  • Sammelband zum Thema „Resiliente Gemeinschaften“
  • Büchlein zu St. Johann am Walde („Saiga Hans“) als Beispiel einer resilienten Gemeinschaft
  • abschließender Projektbericht inklusive Conclusio und Empfehlungen
  • Glossarium

Zum Forschungsinhalt: Resilienz gilt als Fähigkeit eines Menschen, mit existenzieller Verunsicherung zu Rande zu kommen. Oder auch als Fähigkeit, trotz widriger Bedingungen in seiner Persönlichkeit gedeihen zu können. Resilienz ist Widerstandskraft. Gemeinsam erfahrene Krisen und durchlebte Tragödien können nicht zuletzt trennen oder zusammenschweißen. Im Fall einer gelungenen Verarbeitung können sie zu einem erneuerten Miteinander führen, zu einer „neuen Normalität“.

Fallstudie 1 ist eine Gemeinde (St. Johann am Walde), die von einer Naturkatastrophe schwer getroffen wurde. Tragödien, die menschliches Leben fordern und dabei eine ganze Gemeinde betreffen, zwingen leidvolle Lernerfahrungen auf, die besonnener, kompetenter und nichtzuletzt „menschlicher“ Verantwortungsträger bedürfen, damit sie gut bewältigt werden können. Was waren die größten Herausforderungen, und wie sind die handelnden Personen an diese Aufgabe heran- und aus ihr hervorgegangen? Wie ordnen die Menschen diese Erfahrungen restrospektiv ein? Was (und wer) hat sich als helfend und heilsam erwiesen? Was als schwierig und überfordernd?

Fallstudie 2 sind kommunale Hilfssysteme für Notleidende in ihrer Reaktion auf die Covid-19-Krise. Welche Erfahrungen machten bestehende Hilfssysteme, welche neuen Initiativen konnten gesetzt werden? Wie ist es gelungen, Menschen, die besonders unter den Maßnahmen zu leiden haben/hatten, zu unterstützen? Welche Rolle spielen dabei (alte und neue) Formen zivilgesellschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements?

Bei aller nicht zu leugnenden Tragik von Katastrophen und Krisen – sie sind auch eminente Orte und Gelegenheiten für existenzielle Lernerfahrungen. Das ifz stellt sich engagiert dieser Herausforderung, um relevantes Wissen für eine geglücktes Miteinander zu heben und zu sichern.

Team: Dr. Helmut P. Gaisbauer, Mag. Elisabeth Buchner MA, Fabian Kos MA, Susanne Liedauer; Rückfragen und Kontakt unter: mrohrauer [at] nullifz-salzburg.at

Der Ergebnisbericht der Onlinebefragung kann absofort heruntergeladen werden.


05.07.2021

Von Februar bis März 2021 fand im Rahmen des Projekts „Resiliente Gemeinschaften“ eine Onlinebefragung zu den „Auswirkungen der Coronapandemie auf das soziale Hilfssystem und auf hilfsbedürftige Menschen“ in Salzburg statt. Die Leiterin der Studie, ifz-Wissenschaftlerin Susanne Liedauer, stellte das Ergebnis nun in einer Online-Präsentation vor.

„Resiliente Gemeinschaften“


26.03.2021

Die Online-Befragung „Wirkungen der Covid-19-Pandemie auf das soziale Hilfssystem und auf hilfsbedürftige Menschen in der Stadt Salzburg“ ist nun nach gut einem Monat beendet. Diese führten wir im Rahmen des Projekts „Resiliente Gemeinschaften“ durch. Nun beginnen wir mit der Auswertung der Daten.

Die Fragen wurden nach einem quantitativ-qualitativen Studiendesign erhoben. Dadurch können zum einen angenommene Thesen statistisch analysiert werden, zum anderen aber auch noch unbekannte gesellschaftliche Tendenzen herausgefunden werden. Ein erster, deskriptiver Bericht wird voraussichtlich im Mai 2021 vorliegen

Start der Online-Befragung von sozialen Einrichtungen in der Stadt Salzburg. (Foto: Pixabay)


18.02.2021

Am heutigen Donnerstag, den 18. Februar 2021, starten wir am ifz die Online-Befragung von privaten, gemeinnützigen und öffentlichen Einrichtungen des sozialen Hilfssystems in der Stadt Salzburg. Hauptaspekte sind die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben hilfsbedürftiger Menschen sowie auf das Hilfssystem und welche Faktoren die Resilienz dieses Hilfssystems ausmachen.

Neu im ifz-Team: Susanne Liedauer


16.12.2020

Das ifz hat Verstärkung bekommen: Seit Anfang Dezember 2020 ist Susanne Liedauer wissenschaftliche Mitarbeiterin bei uns im Team. Sie forscht mit Elisabeth Buchner und Fabian Kos im Projekt „Resiliente Gemeinschaften“. Wir heißen sie herzlich willkommen!

Das Forschungsteam des ifz in Sankt Johann am Walde, im Gespräch mit Diakon Anton Baumkirchner.


11.12.2020

Lisa Penz, Redakteurin bei den OÖNachrichten, führte ein Gespräch mit ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer über den Forschungsschwerpunkt „Resiliente Gemeinschaften“, in dessen Zentrum das Zeltfestunglück von St. Johann am Walde im Jahr 2017 steht.

Was macht uns Menschen resilient?


16.11.2020

Die Resilienzforschung frägt, was es Menschen ermöglicht, Belastungen, Widrigkeiten und Krisen weitestgehend unbeschadet zu überstehen – oder gar noch an ihnen zu wachsen. Im Frühjahr 2020 und jetzt im November waren und sind wir alle ganz persönlich mit der Frage nach unserer eigenen Widerstandskraft konfrontiert. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellen uns erneut vor die Frage nach der eigenen Resilienz.