Was macht Institutionen kinderfreundlich?

Tagung in St. Virgil: „Building child-friendly institutions“

Ob Schulen und Spitäler, Hotels und Museen, Polizeistationen oder Waisenhäuser – zahlreiche Einrichtungen stehen in Kontakt mit Kindern. Auf diese Weise nehmen sie oftmals auch unmit-telbaren Einfluss auf deren Entwicklung: Einrichtungen können kinderfreundlich gestaltet und organisiert sein; und sie können mit unterstützenden Strukturen dazu beitragen, Kindern ein Aufwachsen in Würde zu ermöglichen. Gleichzeitig können sie aber auch Orte der Vernachlässigung, der Demütigung und der Bedrohung darstellen – sei es, weil sie keinen nennenswerten Beitrag zur Entfaltung ihrer Potenziale leisten oder gar die psychische und körperliche Integrität von Kindern verletzen. Die Frage nach kinderfreundlichen Umgangsformen im Alltag, angemessenen politischen Rahmenbedingungen sowie institutionalisierten Settings, die der Würde von Kindern gerecht werden, gewinnt vor diesem Hintergrund zunehmend an Bedeutung.

Um den Dialog über innovative und praxistaugliche Ansätze weiter voranzutreiben, laden wird rund 20 internationale Expert*innen aus dem Kinderschutzbereich in das Bildungszentrum St. Virgil nach Salzburg ein. Gastgeber sind ifz-Präsident Clemens Sedmak und ifz-Wissenschaftler Fabian M. Kos.

Die Teilnehmer*innen kommen aus unterschiedlichen beruflichen und kulturellen Kontexten, unter anderem aus Bosnien und Herzegowina, der Ukraine, Uganda und Indien. Sie widmen sich dem Thema vor allem mit Blick auf die institutionelle Ebene. „Was macht Institutionen kinderfreundlich – und wie lassen sich entsprechende Maßnahmen umsetzen?“ Diese Frage wird in zwei Keynote-Vorträgen, zwölf Diskussions-Panels und einem Kamingespräch besprochen.

Ziel des interdisziplinären Symposiums ist die Entwicklung von ersten Leitlinien und Kriterien für kinderfreundliche Einrichtungen. Aufbauend auf dem Symposium wird die Veröffentlichung einer gemeinsamen Publikation angestrebt, in der die Ergebnisse zusammengetragen und vertieft werden sollen.