Helmut P. Gaisbauer bei der Präsentation des Solidaritätsbarometers 2020 in Graz.

26.02.2020
Armut schwächt – Beziehung stärkt

„Armut schwächt und engt den eigenen Spielraum ein“, sagt ifz-Helmut P. Gaisbauer in seinem Impulsreferat bei der Präsentation des Solidaritätsbarometers der Caritas Steiermark in Graz. Ein wesentlicher Ansatzpunkt sei daher Stärkung: Dies bedeute für betroffene Menschen einen Zugewinn an Autonomie, die Sicherung der Menschenwürde und die Ausdehnung der eigenen Spielräume.

Am vergangenen Mittwoch, den 26. Februar 2020 präsentierte die Caritas zum dritten Mal das Solidaritätsbarometer für die Steiermark. Die Studie über sozialen Zusammenhalt unterstrich erneut die starke, soziale Einstellung der Bevölkerung. Studienautor Florian Brugger untersuchte auch die hohe Bereitschaft der Menschen zum Ehrenamt: Jeder dritte gab in der Umfrage an, in der Freizeit unentgeltlich für einen Verein oder eine Organisation zu arbeiten. Die Präsentation ist der offizielle Start der Caritas-Haussammlung, bei der Freiwillige unter dem Motto „Begegnung hilft!“ um Spenden für Menschen in Not in der Steiermark bitten.

Wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist – in ganz Österreich – unterstrich auch Caritasdirektor Herbert Beiglböck. Auf die Motive, sich ehrenamtlich zu engagieren, ging der Grazer Soziologe Florian Brugger ein: „Anderen helfen zu können, Freude an der Tätigkeit und der Gemeinschaftssinn sind wesentliche Gründe für ehrenamtliche Tätigkeiten.“ Insgesamt fühlten sich Ehrenamtliche in den Organisationen, in denen sie tätig sind, gut unterstützt. Rund 20 Prozent der befragten Ehrenamtlichen gaben jedoch auch an, sich gestresst oder ausgenutzt zu fühlen.

Von links: ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer und Kristina Edlinger-Ploder, Kuratoriumsvorsitzende Caritas.

Herbert Beiglböck, Direktor Caritas Steiermark

Alle Fotos: Caritas Steiermark