Prälat Hans Paarhammer war von 1. Jänner 2001 bis Ende 2007 Präsident des IFZ.

Trauer um Prälat Johann Paarhammer- ehemals Präsident des IFZ

Die Erzdiözese Salzburg trauert um Prälat Johann Paarhammer, der am 9. August 2020 im 74. Lebensjahr und im 50. Priesterjahr verstorben ist.

Hans Paarhammer war von 1. Jänner 2001 bis Ende 2007 Präsident des IFZ. In seiner Amtszeit als IZF-Präsident gelang es ihm dank der Hilfe großzügiger Förderer, die Sektion Salzburg der Stiftung Pro Oriente im IFZ (Internationales Forschungszentrum) zu beheimaten und das bisherige Institut für Religionswissenschaft und Theologie als Institut für den Christlichen Osten in seinem Bestand zu sichern. Er selbst sollte ein Institut leiten, dessen Forschungsschwerpunkt den Beziehungen von Kirche und Staat gewidmet sein würde. Hans Paarhammer hat während seiner Präsidentschaft die Haussanierung des Edith Stein Hauses, in dem das IFZ angesiedelt ist, initiiert.

Bekannt und beliebt war der Priester vor allem wegen seines großen Engagements in Sachen Volkskultur und Brauchtum. Als Landesschützen-Superior war er bei zahllosen Veranstaltungen mit dabei und zeigte seine Liebe zu volkstümlichen Traditionen. Einer seiner meistzitierten Aussprüche: „Der Prangerstutzen muss krachen, rauchen und stinken – sonst is´ koa Fest!“

Der Theologe und frühere Gerichtsvikar war Mitglied des Salzburger Domkapitels, Generalvikar der Erzdiözese Salzburg, Konsultor des Apostolischen Stuhls im Päpstlichen Rat für die Interpretation kirchlicher Gesetzestexte, Landesschützen-Superior und ehemaliger Präsident des IFZ (Internationales Forschungszentrum für Grundfragen und Wissenschaften).

Erzbischof: „Seelsorger bei den Menschen“

„Mit Betroffenheit habe ich vom Tod Prälat Paarhammers erfahren“, sagt der Salzburger Erzbischof Franz Lackner in einer ersten Stellungnahme. „Es war für mich immer bewundernswert, wie Paarhammer neben seinen Tätigkeiten an der Universität und in der Diözesanleitung nie verlernt hat, Seelsorger und bei den Menschen zu sein. Mein Gebet und meine tiefe Anteilnahme gelten den Angehörigen.“

Domdechant: „Vorbildliches Engagement für Kirche, Erzdiözese und Dom“

„Das Domkapitel trauert um einen treuen Mitbruder, beherzten Seelsorger und einen versierten Theologen“, sagt Domdechant Raimund Sagmeister. „Prälat Hans Paarhammer hat sich stets vorbildlich für die Kirche, unsere Erzdiözese und den Dom engagiert und sich um die Menschen und das religiöse Leben gekümmert. Er war bei vielen gesellschaftlichen Gruppen hochgeschätzt und wegen seiner offenen Art bei allen beliebt. Seine Sorge galt den Menschen. Besonders setzte er sich für die verschiedenen Gemeinschaften und Vereine in unserer Erzdiözese ein.“

Zwei Leidenschaften: Seelsorge und Kirchenrecht

Prälat Paarhammer wurde am 3. April 1947 in Hallwang geboren. Nach dem Besuch der Volksschule dort wechselte er 1958 ins erzbischöfliche Gymnasium Borromäum, wo er 1966 maturierte. Danach begann er sein Theologiestudium, das er 1973 mit dem Magistertitel abschloss. Bereits zwei Jahre davor, 1971, empfing er von Erzbischof Eduard Macheiner die Priesterweihe. Das Studium des Kirchenrechts verfolgte der Geistliche neben seinen seelsorglichen Einsätzen als Kooperator in den Pfarren Salzburg-Gnigl und Strobl. Von 1977 bis 1993 wirkte er als Pfarrer in Koppl.

1974 erfolgte die Ernennung zum kirchlichen Richter. Zwei Jahre später promovierte Paarhammer im Fach Kirchenrecht, danach schloss er das kanonistische Fachstudium in Salzburg und München ab. Von 1977 bis 1982 wirkte der Theologe zunächst als Vizeoffizial am Erzbischöflichen Diözesan- und Metropolitangericht in Salzburg und danach als Gerichtsvikar, der er bis 1993 blieb. Nach seiner Habilitation an der Universität Graz wurde er 1982 zum Ordentlichen Universitätsprofessor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg ernannt und war von 1987 bis 1989 deren Dekan. Zwischen 1993 und 1999 hatte Paarhammer die Funktion des Generalvikars der Erzdiözese inne.

1983 wurde er Mitglied im erzbischöflichen Konsistorium in Salzburg sowie 1993 im katholischen Hochschulwerk. Seit 1988 gehörte Paarhammer dem Salzburger Domkapitel an; 1993 wurde Paarhammer päpstlicher Ehrenprälat. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Koppl ernannt und erhielt 2000 den Ehrenring dieser Gemeinde. Drei Jahre zuvor, 1997, wurde ihm das goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg überreicht.

Hans Paarhammer war Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses des Katholischen Hochschulwerks. Von 1982 bis 1987 war er im Direktorium und von 1987 bis 1989 im Präsidium der Salzburger Hochschulwochen tätig.

Nach ihm wurde im Jahr 2015 eine Auszeichnung der Salzburger Schützen benannt. Die Hans-Paarhammer-Medaille wird seither für besondere Verdienste im Schützenwesen verliehen.

Begräbnisfeierlichkeiten

Am Mittwoch, 12. August, empfängt das Domkapitel den Verstorbenen um 15 Uhr im Salzburger Dom, wo er ab 16 Uhr in der Krypta aufgebahrt sein wird.
Der Seelenrosenkranz wird am Mittwoch, 12. August, und Donnerstag, 13. August, um 17 Uhr im Salzburger Dom gebetet.
Das Metropolitankapitel betet für ihn am Donnerstag, 13. August, und Freitag, 14. August, das Totenoffizium im Salzburger Dom, jeweils um 7 Uhr.
Am Freitag, 14. August, wird um 14 Uhr das Requiem im Salzburger Dom gefeiert. Der Gottesdienst wird via Livestream online auf www.salzburger-dom.at übertragen.
Anschließend findet die Verabschiedung auf dem Residenzplatz in der Salzburger Altstadt statt. Um 19 Uhr wird das Begräbnis in Hallwang gehalten, wo der Verstorbene im Priestergrab bestattet wird.

Die Parte finden Sie auf www.eds.at.