Humanizing Institutions

Humanizing Institutions Teil II: Menschenwürdige Institutionen

Nachdem wir im vergangenen Jahr 2019 die Arbeit am ersten Teil des Projekts „Humanizing Institutions“ erfolgreich abschließen konnten, begann nun zu Beginn des Jahres 2020 die Arbeit an der zweiten Projektphase: Dazu führten wir Interviews mit Personen, die in Institutionen – von der Universität bis zum Pflegeheim – in der Reinigung oder Haustechnik tätig sind. Denn ohne diese Berufsgruppen könnte keine Einrichtung funktionieren. Doch ihre Perspektive bleibt meist unbeachtet. Auch in der Institutionenethik fließt ihr Wissen üblicherweise nicht ein.

Wir wollten deshalb herausfinden, wie Menschen am unteren Ende einer institutionellen Hierarchie ihre Institution wahrnehmen, wie sie Urteile treffen und ihre eigene Rolle beziehungsweise ihren Beitrag definieren. Neben ihren Gedanken zu diesen Fragestellungen interessierten wir uns auch dafür, welche Erfahrungen sie in ihrem Arbeitsalltag machen. In welchen Situationen erleben sie Anerkennung, Zugehörigkeit und Handlungsspielraum oder das Gegenteil? Und wie hängen unterschiedliche Alltagserfahrungen mit der Organisationsstruktur und -kultur zusammen?

Die theoretische Basis des Projekts bilden wiederum die Prinzipien der katholischen Soziallehre: personale Würde, Subsidiarität, Gemeinwohl und Solidarität. Die Ergebnisse aus Österreich werden durch Clemens Sedmak mit weiteren Erhebungen aus Großbritannien und den USA zusammengeführt.

Humanizing Institutions Teil I: Soziales Miteinander in Unternehmen

In jüngerer Zeit hat die Bedeutung von Leitbildern und Visionen in Unternehmen zugenommen. Dahinter steckt die Einsicht, dass die Kultur einer Organisation für ihren Erfolg maßgeblich ist. Das ifz ist nun Teil eines Projekts, das über diese Einsicht hinausweist.

Im Jahr 2018 initiierte Prof. Clemens Sedmak ein länderübergreifendes Projekt, bei dem es um genau diese Fragen geht: Welche Rolle spielen Leitbilder und Visionen in Unternehmen? Lassen sich die in der katholischen Soziallehre festgehaltenen Grundsätze im sozialen Miteinander in Unternehmen umsetzen? WissenschafterInnen aus den USA und Österreich untersuchen in insgesamt vier Institutionen (in Salzburg: Kolpinghaus), ob die Würde einzelner MitarbeiterInnen durch bestimmte Strukturen, die Anerkennung fördern, erfahrbar wird. Ausgangspunkt dabei ist die Katholische Soziallehre. In Salzburg arbeitet ifz-Wissenschafterin Annette Langner-Pitschmann am Projekt. Sie stellt Fragen wie: Wird die Würde der Einzelnen durch bestimmte Strukturen, die Anerkennung fördern, erfahrbar? Und: Wird der Gedanke der Subsidiarität bei Entscheidungsstrukturen und Mitbestimmungsmöglichkeiten umgesetzt? Weitere Projektpartner sind ein Krankenhaus in Österreich sowie eine Schule und eine Stadtverwaltung in den USA.

 

 

Zukunftsstudie der Jungen Industrie Salzburg vom ifz erstellt


06.06.2012

Wie sieht die Arbeit in Zukunft aus? Was muss das Bildungssystem im Jahr 2030 und später leisten? Welche JI050612042Qualifikationenhaben die Beschäftigten der Zukunft? Trends, Prognosen und Herausforderungen für das Bildungssystem sind der Kern der von Univ. Prof. DDDr. Clemens Sedmak vom Internationalen Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen (ifz) erstellten Studie, die die JI in Auftrag gegeben hat.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 8. Juni erbeten: Gottfried Schweiger: e-mail

13.06.2012 13.06.2012

Gemeinsam einsam: Entfremdung in der Arbeit heute – Versuch zu einer empirisch regulierten normativen Theorie

  • Vortrag mit Diskussion

Mag. Michael Festl MA, FB Philosophie der Universität St. Gallen
Prof. Dr. Otto Neumaier, FB Philosophie und Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg

Wann: 13. Juni 2012, 18.30-20.00
Wo: ifz, Mönchsberg 2a, A-5020 Salzburg

Thema:
Gleichzeitig zu der in den letzten Jahren geringer werdenden Akzeptanz des globalen Kapitalismus ist eine

Studienergebnisse Arbeitslosigkeit und Wörterbuch für Betroffene


16.05.2012

Am Dienstag den 15. Mai präsentierte das internationale forschungszentrum für soziale und ethische fragen (ifz) aktuelle StudienerPresse-Wörterbuchgebnisse einer am ifz von 2009 bis 2011 durchgeführten Studie, die sich mit Arbeit und Anerkennung beschäftigt. Landesrätin Cornelia Schmidjell, AMS-Geschäftsführer Siegfried Steinlechner, und zahlreiche ExpertInnen des Arbeits- und Beschäftigungssektors sowie Betroffene waren gekommen. Präsentiert wurde ein Wörterbuch mit dem Titel „Arbeitslosigkeit von A bis Z“, das parallel zur Forschung am ifz entstand, um Betroffenen Anstöße für diese schwierige Zeit zu bieten.

10.00-12.30 Uhr,
ABZ Itzling, Kirchenstraße 34 Sbg

15.05.2012 15.05.2012

Das internationale forschungszentrum für soziale und ethische fragen (ifz) präsentiert das Wörterbuch Arbeitslosigkeit von A bis Z. Das Buch ist ein Nachschlagwerk für von Arbeitslosigkeit Betroffene und für in diesem Bereich Tätige.Außerdem stellen wir Ergebnisse der empirischen Studie „Arbeitslosigkeit und Anerkennung“ vor. In dieser Studie werden Ergebnisse von Interviews mit Personen aufbereitet, die 2011 am AMS Salzburg als arbeitssuchend gemeldet waren.

Einladung und Programm: Einladung.Arbeitslosigkeit.ifz.ABZ

Um Anmeldung wird gebeten: gschweiger [at] nullifz-salzburg.at

SALZBURG (30.4.2011). Anlässlich des Internationalen Tages von Arbeitslosigkeit


02.05.2011

Tag der Arbeitslosen: Die Krise dauert an, auch wenn der Tag vorbei ist.

Presse-SchweigerSALZBURG (30.4.2011). Anlässlich des Internationalen Tages der Arbeitslosigkeit initiierten ifz und Alf eine Tagung mit Expert/inn/en und Betroffenen. Gemeinsam diskutierten sie die vielen Facetten von Arbeitslosigkeit, die selten zur Sprache kommen. Erstmals vorgestellt wurde das Buchprojekt des Internationalen Forschungszentrums „Wörterbuch Arbeitslosigkeit von A bis Z“, in dem Begriffe wie Anerkennung, Presse_Bild-2Freundschaft, Familie, Freizeit, soziale Isolation, Scheitern und Zukunft in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit besprochen werden.

Michael Peitler
Malgorzata Bogaczyk-Vormayr


26.04.2011

Das ifz Salzburg gibt ein Buch zum Thema Arbeitslosigkeit heraus. In Form des Wörterbuchs “Arbeitslosigkeit von A bis Z” werden vielfältige Aspekte rund um Arbeitslosigkeit zur Sprache gebracht. Es geht um Begriffe wie Anerkennung, Freundschaft, Familie, Freizeit, soziale Isolation, Scheitern, Zukunft, die vielleicht auch erst auf den zweiten Blick mit Arbeitslosigkeit zu tun haben.

Clemens Sedmak


30.09.2010

SedmakBei Überlegungen über „Resilienz und Arbeitslosigkeit“ müssen grundlegende Fragen geklärt werden: Was kann die Sozialpolitik zur Stärkung der Resilienz von Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, beitragen? Dazu braucht es Überlegungen zu einer „Ethik des Nachdenkens über Arbeitslosigkeit“ die mit zwei Fragen verknüpft sind: 1. Kann Sozialpolitik resiliente, d.h. „glückliche“ Arbeitslose wollen? 2. Können bzw. wollen wir weiter an der Idee der Vollbeschäftigung festhalten?

Christina Repolust


31.05.2010

anstoesseLandtagsenquete zum Thema „Widerstandskraft und Arbeitslosigkeit“
Die Salzburger Anstöße 2010 setzten sich mit menschenwürdiger Arbeitslosigkeit im Fokus von Resilienz  Widerstandskraft, auseinander. Wissenschaftler aus 13 Ländern und 16 Forschungsdisziplinen präsentierten drei Tage lang ihre Forschungsergebnisse, eine NGO-Konferenz am Freitag, 21. Mai, verdichtete die wissenschaftlichen Befunde und Projekte mit den Erfahrungen der PraktikerInnen u. a. vom AMS Salzburg, Armutskonferenz, Bildungseinrichtungen.

Mag. Michael Peitler Vortrag im Rahmen der NGO-Konferenz 21. Mai 2010


25.05.2010

Anerkennung meint die positive Einstellung gegenüber einer anderen Person. Anerkennung zeigt sich in der
positiven Bewertung der Eigenschaften und/oder der Leistungen anderer. In den Sozialwissenschaften ist man bemüht, das Phänomen ‚Anerkennung‘ in seiner ganzen Komplexität zu fassen. Es wird untersucht, welche Bedeutung Anerkennung für den
Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganzes hat. Welcher Rolle hierbei der Erwerbsarbeit zukommt und was dies für arbeitslose Menschen bedeutet.

Dr. Gottfried Schweiger Vortrag im Rahmen der NGO-Konferenz 21. Mai 2010


25.05.2010

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich das Problem der Arbeitslosigkeit weiter verschärft. Will man nun über mögliche Lösungsansätze diskutieren, so erscheint es hilfreich, Arbeitslosigkeit einen größeren Kontext zu stellen und in ihren verschiedenen Facetten zu beleuchten. Arbeit und Arbeitslosigkeit sind so zwei Seiten einer Medaille, der Organisation und des Verständnisses von Erwerbsarbeit in modernen Gesellschaften. Die historische Aufwertung und schließliche Verengung des Arbeitsbegriffes auf Erwerbsarbeit hat die weiterreichenden Implikationen von Arbeit, ihren Sinngehalt, ihre identitätsstiftende Bedeutung für die Entwicklung des Einzelnen, zunehmend verdrängt.