Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19

Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt

Beitrag 8: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Am meisten trifft mich, dass unsere Kinder und Enkel nicht kommen können und wir in unserem „offenen Haus“ keine Gäste empfangen können.

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Ich hab keine verschärfte Sorge, da ich Pensionistin bin und nur mehr sehr wenig beruflich arbeite, bin ich nicht wirtschaftlich bedroht.

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Ich genieße die Ruhe. Da ich seit ein halbes Jahr sehr krank war und noch immer mit Krücken unterwegs bin, ist der Unterschied zu den Wochen vorher nur gering. Hoffnung für die Zukunft habe ich, dass die vermehrte Solidarität auch nachher sichtbar bleibt und dass mehr Menschen deutlich bewusst wird, dass sich wegen des Klimawandels sehr viel ändern muss.

Frage 4: Was hilft Ihnen dabei, gut durch diese Situation zu kommen? Was stärkt Ihre Widerstandsfähigkeit? Gibt es neue Gewohnheiten oder alte, die Sie aufleben lassen, um Ihr Wohlbefinden zu stärken?

Ich höre viel Radio (Ö1 und Bayrische Sender), hab wieder zu nähen und stricken begonnen, telefoniere mehr mit Angehörigen und FreundInnen, studiere neue Lieder ein…

Und unbedingt: täglich einmal in die frische Luft – so weit mich meine Krücken tragen!!!

Donnerstag, 2. April 2020
Weiblich, 72 Jahre, pensionierte Psychotherapeutin, Salzburg Stadt