Beitrag 53: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Schule: Kinder sollen und müssen zu Hause lernen, sie sind mehr zu Hause und haben weniger soziale Kontakte.

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Dass meine Eltern an Corona sterben könnten;
Dass Ungleichheiten in der Gesellschaft sich verschärfen (arm/reich, Frau/Mann), und es somit insgesamt zu einem Rückschritt kommt.

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Ganz persönlich: Die Ruhe und vermehrte Familienzeit tat der Familie gut. Das Nicht-entscheiden-müssen ob etwas konsumiert wird (einkaufen, fortgehen, Kino …), was konsumiert wird, oder ob beispielsweise am Wochenende ein größeres Freizeitprogramm gemacht wird und wo, das war ebenfalls entlastend.

Was ich mitnehmen möchte: Mich nicht drängen lassen von den vielen Möglichkeiten an Aktivitäten, die es gibt.

Für die Gesellschaft: Ich bin skeptisch, ob es hier zu Veränderungen im Denken kommt.

Frage 4: Was hilft Ihnen dabei, gut durch diese Situation zu kommen? Was stärkt Ihre Widerstandsfähigkeit? Gibt es neue Gewohnheiten oder alte, die Sie aufleben lassen, um Ihr Wohlbefinden zu stärken?

Die Besinnung darauf, was mir wichtig ist: Vor allem meine Familie, das Bewusstsein, dass es uns gut geht, da wir zum Beispiel keine finanziellen Sorgen haben. Die vermehrte Zeit für Ausflüge in die Natur und Zeiten für mich (Medidation, Yoga) haben mich gestärkt.

Sonntag, 17. Mai 2020
Weiblich, 49 Jahre, Ärztin, Salzburg Stadt