Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19

Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt

Beitrag 37: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Ich kann meine kleine Wohnung derzeit nicht verlassen. Ich fühle mich sehr einsam und bin oft traurig. Ich bin alleinstehend und das ist schrecklich für mich. Hoffentlich hört das bald auf, sodass ich bald wieder an die Luft gehen kann.

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Ängste habe ich keine. Aber ich bin sehr oft traurig und fühle mich depressiv. Dann telefoniere ich mit meinen Bekannten und meiner Nichte; so vergeht die Zeit auch schneller und die Einsamkeit vergeht.

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Ich hoffe sehr, dass die Krise bald vorbei ist, dass ich wieder Bekannte treffen oder spazieren gehen kann. Ich wünsche mir nichts mehr, als wieder ins Kaffeehaus zu gehen, gemeinsam mit anderen Seniorinnen einen Kaffee zu trinken, Karten zu spielen, einfach nur zu plaudern und zusammen zu sitzen.

Frage 4: Was hilft Ihnen dabei, gut durch diese Situation zu kommen? Was stärkt Ihre Widerstandsfähigkeit? Gibt es neue Gewohnheiten oder alte, die Sie aufleben lassen, um Ihr Wohlbefinden zu stärken?

Mir helfen meine täglichen Telefongespräche mit meiner Nichte und meinen Bekannten. Und ich halte mich an der Hoffnung fest, dass die Krise bald vorbei ist und ich mich mit all meinen Familienmitgliedern wieder treffen kann, dass wir Geburtstagsfeste und das Osterfest nachholen können.

Mittwoch, 8. April 2020
Weiblich, 86 Jahre, Pensionistin, Schlanders, Vinschgau (Südtirol)