Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19

Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt

Beitrag 25: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Ich bin im Home-Office tätig, da mein Arbeitsplatz nicht betreten werden darf. Für den Ortswechsel war ich immer sehr dankbar, um Abstand zu gewinnen, sich besser und einfacher Ruhe- und Arbeitszeiten einzuteilen sowie Privates und Berufliches zu trennen. Das fällt nun weg, wenn ich Telefon- und Videokonferenzen in meiner privaten Wohnung abhalte und rund um die Uhr daheim bin.

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Bis jetzt gelingt mir das Home-Office ganz gut, und auch das Alleinsein (eigene Wohnung) bereitet mir bislang keine Probleme. Ich hoffe, dass ich es auch weiterhin schaffe, leistungsfähig, gesund und glücklich zu bleiben.

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Ich empfinde es als angenehm, mir spontane Pausen einräumen zu können. Zudem bin ich sehr dankbar, überhaupt arbeiten zu können und Geld zu verdienen. Positiv ist auch, dass meine Eltern und Großeltern die Möglichkeit entdeckt haben, Videoanrufe mit der gesamten Familie zu tätigen. Ich gehe auch bewusster mit meiner Zeit um, beispielsweise plane ich viel sorgfältiger, was ich alles mit einem einzigen Gang außer Haus erledigen kann. Ich schätze es auch positiv ein, mit großer Sicherheit zu wissen, dass diejenigen, die ich telefonisch erreichen möchte, auch erreichbar sind.

Ich glaube, dass die momentane Situation für ein Gefühl der Solidarität, des Mitgefühls und der Rücksichtnahme sorgt. Für die Zukunft wäre es toll, wenn wir – gestärkt durch die „Corona-Zeit“ – auch andere großen Probleme auf die gleiche Art positiv bewältigen könnten.

Frage 4: Was hilft Ihnen dabei, gut durch diese Situation zu kommen? Was stärkt Ihre Widerstandsfähigkeit? Gibt es neue Gewohnheiten oder alte, die Sie aufleben lassen, um Ihr Wohlbefinden zu stärken?

Im Home-Office hilft es mir tatsächlich, durch entsprechende Kleidung sich zum Arbeiten zu motivieren und Freizeit von Arbeit zu trennen. Ich werde vermutlich auch meinen neu eingerichteten Arbeitsplatz Zuhause an dieser Stelle und in der Form (be)stehen lassen. Mich stärkt meine Familie, da ich sehe, wie wertvoll es ist, arbeiten zu können und produktiv sein zu können.

Montag, 6. April 2020
Weiblich, Angestellte