Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19

Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt

Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Vor Corona war ich meistens den ganzen Tag unterwegs – nun bin ich fast nur Zuhause.

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Ich habe, was meine Wohn- und Arbeitssituation betrifft, das Privileg, gut abgesichert zu sein und sehr angenehme Lebensbedingungen zu haben. Dennoch merke ich, dass sich emotional sehr viel bewegt, mit großen Sorgen um andere Menschen mit schlechteren Bedingungen, auch in anderen Teilen der Welt und was die Zukunft betrifft. Der Klimawandel und die Umweltzerstörung, die Ausbeutung von Natur, Tieren und Menschen – das sind riesige Herausforderungen, die verlangen, dass wir die Art wie wir Erfolg, Wohlstand und Glück definieren und miteinander umgehen, im Kleinen wie im Großen radikal verändern, sonst wird es notwendigerweise weitere schlimme Krisen von globalem Ausmaß geben. Und damit auch mehr Leid und Ungerechtigkeit, wenn jene, denen es vergleichsweise gut geht, dies mit immer härten Mitteln auch verteidigen und sich abschotten wollen.

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Für mich ist es befreiend zu merken, worauf ich alles „verzichten“ kann, ohne dass es ein Verlust ist. Was für mich wesentlich ist, tritt nun noch deutlicher zutage und danach möchte ich auch noch stärker leben.

Mittwoch, 1. April 2020
Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt