Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19

Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt

Beitrag 12: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Die persönlichen, sozialen Kontakte sind viel weniger geworden. Ich sehe persönlich nur meinen Partner und seine Großmutter, welche mit uns im Haus wohnt. Die sozialen Kontakte via Videofonie und Telefonie sind hingegen viel mehr geworden. Gemeinsame Online-Treffen, welche sonst nur drei bis vier Mal im Jahr stattfanden, konnten so nun schon öfter stattfinden und sind leichter organisierbar. Einschränkung der Hobbies ist sehr zentral und auch schwer zu verkraften. Die Arbeitsweise im Home-Office hat sich auch verändert, zeigt aber auch positives Neues auf.

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Angst um meine Eltern und Personen in Risikogruppen aus dem Umfeld. Generelle Unruhe war zu Beginn der Krise ganz deutlich, hat sich nun gebessert. Ängste bzgl. bevorstehender Geburt – diese alleine absolvieren zu müssen, dass der Partner nicht dabei sein kann.

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Positive Auswirkungen auf die Umwelt! Dass es auch ohne den ganzen Flugverkehr geht und nicht so viel sein muss! Näher zusammenrücken in der Familie und bei Freunden, obwohl soziale Distanz da ist.

Mehr achten auf sich selbst; Langsameres Tempo; Achtsam sein; Arbeiten machen, die man lange aufgeschoben hat; Reduktion auf das Wesentliche; Beschäftigen mit sich selbst, allein sein lernen; Nicht so viel mit dem Auto fahren dürfen/müssen.

Frage 4: Was hilft Ihnen dabei, gut durch diese Situation zu kommen? Was stärkt Ihre Widerstandsfähigkeit? Gibt es neue Gewohnheiten oder alte, die Sie aufleben lassen, um Ihr Wohlbefinden zu stärken?

Meditieren! Ich habe es mir angewöhnt, besonders wenn ich unruhig werde, nehme ich mir eher die Zeit dafür, manchmal sogar 2x täglich, sonst 1x in zwei Wochen!

Bewegung an der frischen Luft, Arbeiten machen, die ich lange aufgeschoben habe. Weiter arbeiten zu können (Home-Office Möglichkeit)! Nicht zu viel Nachrichten ansehen – maximal 1x am Abend und da nur seriöse.

Freitag, 3. April 2020
Weiblich, 30 Jahre, Berufsberaterin, Pinzgau