Beitrag 2: Meine Erfahrungen zu COVID-19

Weiblich, 34 Jahre, Angestellte, Salzburg Stadt

Beitrag 11: Meine Erfahrungen zu COVID-19
Frage 1: In welchem Bereich Ihres Lebens machen Sie aktuell die tiefste Erfahrung von Veränderung? Bitte beschreiben Sie, was diese Änderung für Sie oder Ihr unmittelbares Umfeld bedeutet:

Die Tagesstruktur von mir und meiner Familie hat sich komplett verändert. Statt Schule/Kindergarten und in die Arbeit fahren sind wir nun alle zu Hause: Homeoffice + Schulaufgaben zu Hause erledigen (1. Klasse) + Bedürfnissen der Kinder gerecht werden + mehr Haushalt (da mehr zu Hause…)

Fernsehen ist für die Kinder nach drei Wochen zu Hause auch nicht mehr interessant, die Zeitspannen, in denen ich ungestört arbeiten kann, werden immer kürzer, die Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit, wollen spielen, sich nicht immer nur alleine beschäftigen.

DIREKTE Soziale Kontakte fehlen uns: Austausch mit den Nachbarn über den Zaun ist zum Glück möglich, wir telefonieren viel über WhatsApp-Video mit den Großeltern, Onkel, Tante…

Frage 2: Welche (neuen oder verschärften) Sorgen, welche Ängste begleiten Ihre jetzige Situation?

Wie bekomme ich Arbeit und die Kinder unter einen Hut, wenn die Schule noch länger geschlossen ist? Schaffe ich das noch so über einen längeren Zeitraum? Zahlen die Fördergeber weiterhin für unser Projekt, das heißt, bleibt mein Arbeitsplatz erhalten?

Frage 3: Können Sie persönlich der jetzigen Situation Positives abgewinnen, z.B. gewisse Erleichterungen, Befreiungen von Zwängen etc.? Gibt es etwas Konkretes, das Ihnen Hoffnung für die Zukunft „nach Corona“ gibt?

Kein „Freizeitstress“, keine Hetzerei in der Früh, kein Druck etwas erledigen zu müssen, verminderter Co2-Ausstoß, die Natur kann sich erholen.

Frage 4: Was hilft Ihnen dabei, gut durch diese Situation zu kommen? Was stärkt Ihre Widerstandsfähigkeit? Gibt es neue Gewohnheiten oder alte, die Sie aufleben lassen, um Ihr Wohlbefinden zu stärken?

Sich eine schöne Aktivität zu überlegen (zum Beispiel was basteln, Blumen einpflanzen), mit den Kindern zu Musik tanzen und blödeln; viel rausgehen in den Garten oder in den Wald, telefonieren.

Freitag, 3. April 2020
Weiblich, 38 Jahre, Trainerin, Flachgau