Workshop „Vom Lungau lernen“ 20.06.2011 Naturpark Riedingtal, Zederhaus

20.06.2011
Workshop: „Vom Lungau lernen“: Wie ein Stein den man in einen Teich wirft…

… und der dann Wellen schlägt. So wurde das Sozialfestival „Tu was, dann tut sich was.“ beim gestrigen Workshop „Vom Lungau lernen“ beschrieben.
Das Festivalbüro Salzburg und das Team der wissenschaftlichen Begleitung haben die Projektinitiatoren zu diesem Treffen eingeladen. Der Workshop diente als Diskussionsplattform im Sinne einer ersten Feedbackschleife für die Wissenschaft und das Projektmanagement.

Zu drei verschiedenen Themen wurden die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse präsentiert und dadruch die Selbstwahrnehmung der Teilnehmer sensibilisiert.  So wurden die sozialen Netzwerke im Lungau in einer Diskussionsgruppe kritisch betrachtet. Eine erste Spaltung der Bezugsgruppen findet bereits zu Schulzeiten statt. Später basiert das soziale Netzwerk auf sehr festen Strukturen wie der Mitgliedschaft in Vereinen oder dem Arbeitsplatz. Für „Zuagroaste“ oder Personen die einfach anders sind, ist so oft schwer einen Anschluss zu finden.

Ist das Festival im Lungau spürbar? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine weitere Gruppe und wurde sich schnell einig: Das Festival macht sich an vielen Stellen bemerkbar. Angefangen von den schalflosen Nächten der Projektinitiatoren vor der Präsentation über Begnungungen und Gespräche mit neuen Menschen bis hin zu einem Anstoß für persönliche Entwicklungen. Das Sozialfestival war der nötige „Schubser“ in die richtige Richtung, der Stein den man in den Teich werfen muss, damit Wellen entstehen.  Die Ergebnisse der Diskussionsrunde sind ein wichtiger Beitrag für die Analyse der Effekte des Sozialfestivals in der Region.

Im zweiten Teil des Abends war Platz für Anregungen und Kritik an der organisatorischen Umsetzung des Sozialfestivals und für aktuelle Fragen zur Projektabwicklung. So wurde z.B. angeregt ein Raster für den Projektantrag zu Verfügung zu stellen. Gelobt wurde der Einsatz des Regionalbüros im Lungau für das Sozialfestival und die unbürokratischen Organisation.