Neue Vortragsreihe zu neuen Formen des Politischen

11.12.2013
Vortragsreihe „Chancen und Risiken neuer Formen des Politischen“

Im Rahmen der Vortragsreihe „Chancen und Risiken neuer Formen des Politischen“ sprechen am 15. Jänner 2014 Prof.in Ursula Maier-Rabler (ICT&S) zum Thema „Internet und Social Media als Unterstützer einer partizipativen Gesellschaft“ und Mag.a Marina P. Teixeira (Philosophie/Theologie) über „Social Media und die Protestbewegung in Brasilien“. Die Vorträge finden von 19.00 bis 20.30 Uhr im Edith Stein Haus am Mönchsberg statt.

Schon an den beiden bisherigen Abenden der Vortragsreihe im November und Dezember 2013 setzten sich Expertinnen und Experten mit der Frage auseinander, welche Chancen und welche Risiken mit neuen Formen des Politischen verbunden sind.

In den letzten Jahren haben sich viele neue Formen von politischer Partizipation herausgebildet, die stetig an Bedeutung gewinnen und mittlerweile auch von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden.Dies zeigt sich schon allein darin, dass  Begriffe wie „E-Democracy“, „E-Activism“, „Flash Mob“, „Shitstorm“, „Partizipation 2.0“, „avaaz“ und viele weitere häufig in der medialen Berichterstattung auftauchen und politische Initiativen wie „Occupy Wall Street“ oder die Piratenpartei (zumindest in Deutschland) beträchtlichen Zulauf erfahren.  „Klassische“ politische Parteien wirken auf viele Menschen träge und schwer greifbar und immer mehr politische Initiativen entstehen durch lose Zusammenkünfte und –schlüsse der Betroffenen (oftmals koordiniert durch Mittel der sogenannten Neuen Medien), die sich vom „System“ nicht gut repräsentiert oder missverstanden fühlen.

Doch welche Chancen und Risiken sind mit diesen neuen Formen des Politischen verbunden? Führen sie tatsächlich zu einer besseren Einbindung der Bevölkerung in die demokratische Entscheidungsfindung? Oder drohen durch die dezentrale Organisation politischer Initiativen, wie sie immer öfter vorkommt, Kontrollverlust und Beliebigkeit? Wer profitiert von diesen Entwicklungen, wer wird benachteiligt?

Vor diesem Hintergrund organisiert das ifz die Vortragsreihe, in der sich die Expertinnen und Experten mit den aufgeworfenen Fragen aus verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen.

Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos. Wir bitten Sie, sich bei Gunter Graf (ggraf@ifz-salzburg.at) anzumelden.

 

Die Vorträge im Überblick:

28. November 2013:
Chancen und Risiken von Öffentlichkeiten im Internet. Feminismus und Maskulinismus
Prof.in Elisabeth Klaus und Dr.in Ricarda Drüeke

11. Dezember 2013
Mitbestimmung in einer digitalen Welt. Möglichkeiten und Grenzen
Mag. Hans-Christian Voigt (Soziologie)

15. Jänner 2014
Internet und Social Media als Unterstützer einer partizipativen Gesellschaft
Prof.in Ursula Maier-Rabler (ICT&S)
Social Media und die Protestbewegung in Brasilien
Mag.a Marina P. Teixeira (Philosophie/Theologie)

Das Programm steht als pdf-Datei zum Download bereit: Programm Vortragsreihe Neue Formen des Politischen

 

Gefördert aus Mitteln der
Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung