Hubert von Goisern, Anita Moser und Franz Karl Prüller diskutierten mit ifz-Präsident Clemens Sedmak zum Thema “Wissenssterben”

Vortrag Wissenssterben

Bei einer prominent besetzten Gesprächsrunde Ende November 2013 diskutierten Hubert von Goisern, Anita Moser und Franz Karl Prüller mit Clemens Sedmak über den stetig wachsenden Verlust von lokalem Wissen.

Stirbt lokales Wissen, ähnlich wie Sprachen aussterben oder bestimmte Pflanzenarten? Was geschieht, wenn lokales Wissen untergeht? Was ist lokales Wissen wert? Sehnen wir uns nicht immer nach dem, was wir nicht mehr haben? Glorifizieren wir altes Wissen?

Wenn eine gute Idee in die Welt gesetzt wird – bleibt sie dann da? Hubert von Goisern berichtete von den Inuits auf Grönland, die den Kajakbau gleich zweimal erfunden haben. Franz Karl Prüller kam zu Schluss, dass Wissen heute nicht mehr sterben muss. Wir können alles aufzeichnen, die Frage ist, was wir damit machen? Anita Moser betonte mit vielen Beispielen aus der Praxis der Gemeindeentwicklungsarbeit, dass lokales Wissen, kommunikatives, lebendiges Wissen ist und ein großer Schatz für uns alle. Spannende und prominente Diskutanten, mit teilweise sehr persönlichen Zugängen zum Thema am Podium, ein gefüllter Saal in St. Virgil und viele Wortmeldungen aus einer sehr interessierten und aufmerksamen Zuhörerschaft: Kurzum ein gelungener Auftakt zur wissenschaftlichen Konferenz „Local Knowlegde“.

Die Diskussion gibt es hier zum Nachhören: