Helmut P. Gaisbauer und Ali Mahlodji

Und was tust du? Ein Rückblick.

Rund 180 Interessierte folgten dem Aufruf zur Weltverbesserung.

Von der Idee zur Vision und zur Umsetzung in die Tat – darüber, wie das gelingen kann, über ihre Erfahrungen und lessons learnt sowie über ihre Leitsätze sprachen Ali Mahlodji und Clemens Sedmak am 19. Juni in St. Virgil.

Helmut P. Gaisbauer, Präsident des ifz, begrüßte die Gäste und die Redner im Virgilsaal.

Der offenherzige Wiener mit persischen Wurzeln weiß wovon er spricht: Ali Mahlodji erzählt in seinen Impulsen über seine Flucht aus Teheran, seine Erfahrungen mit Burnout und Ausländerfeindlichkeit.

Als er sah, dass Orientierungslosigkeit immer noch das größte globale Problem der Jugend war, beschloss er 2010, seine Kindheitsidee des Handbuchs der Lebensgeschichten selbst umzusetzen. Auf seiner Internetplattform whatchado.com, erzählen tausende Menschen aus über hundert Nationen – vom Präsidenten über Friedensnobelpreisträger bis hin zum Nachbarn von nebenan – in kurzen Videoclips wer sie sind, was sie tun und wie sie zu dem wurden, wer sie heute sind.

Ali ist überzeugt, dass sein Weg als „Albert“ ein anderer gewesen wäre. Außerdem, dass man „Enttäuschungen umarmen“ soll und dass die beste Architektur nicht unbedingt geradlinig sein muss:

Über seine Erfahrungen mit Feuer erzählt Clemens Sedmak im zweiten Teil des Abends.

Er entzündete es, als er 2010 das Sozialfestival Tu was, dann tut sich was. ins Leben rief. Ein Feuer, das in vier Festivalregionen in knapp 240 Projekten sichtbar war und ist. Was mindestens so wichtig wie die erste zarte Flamme ist, ist lt. Sedmak das Feuer am Leben zu erhalten, der „Hüter des Feuers“ zu sein.

Wie wichtig es ist, Menschen die passenden Gelegenheiten zu bieten beschreibt Sedmak damit, dass Gelegenheiten Wunden und Menschen verbinden.

Zwei Visionäre am Podium

Obwohl er „keine unpublizierten Gedanken mehr“ hat, wie er selbst sagt, gab es anschließend ein anregendes Podiumsgespräch mit Sedmak und Mahlodji. Maria Mayer befragte sie über ihre Beweggründe, Erfahrungen und Botschaften.

Abschließend standen die beiden dem interessierten Publikum Rede und Antwort.

Eine gemeinsame Zukunft könne nur dann gelingen, wenn wir kooperieren ist Clemens Sedmak überzeugt. Ali Mahlodji empfiehlt eine „sowohl … als auch“ – Kultur; einen toleranten Umgang miteinander.

Offen sprachen sie über persönliche Schicksalsschläge und die Überzeugung, dass in jedem ein Funken glost, der entzündet werden kann.

Die Schlussworte von Clemens Sedmak nahmen wir gerne in einen lauen Sommerabend mit:

„Mach etwas was dir wirklich, wirklich wichtig ist!“

Helmut P. Gaisbauer und Michaela Rohrauer (beide ifz)
mit Ali Mahlodji

Eine Veranstaltung von: Uni Salzburg, ifz und ERSTE Stiftung.