Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice”

Symposium: Capabilities and Justice – Ein Dialog zwischen den Wissenschaften

VertreterInnen von Philosophie und Ergotherapie- und Handlungswissenschaft sowie der ergotherapeutischen Praxis trafen sich, um gemeinsam ein vertieftes Verständnis vom handelnden Menschen zu entwickeln. Um ein möglichst vielschichtiges Bild zeichnen zu können, wurden die unterschiedlichen Zugänge zu „Fähigkeiten und Gerechtigkeit“ einander gegenüber gestellt und diskutiert.

Unter anderem sprach Clare Hocking, Herausgeberin des „Journal of Occupational Science“ und derzeit Gastwissenschafterin am ifz, zu Fähigkeiten und Gerechtigkeit. Sridhar Venkatapuram, London, antwortete darauf aus der Sicht der Public Health und Philosophie.

Weiters hielten Hans Jonsson, Ursula Costa, Martina Schmidhuber, Birgit Prodinger und Clemens Sedmak Vorträge.

Der Dialog trug wesentlich zur Weiterentwicklung der Ergotherapie- und Handlungswissenschaft in Österreich bei. Diese forderte im Gegenzug die Philosophie mit Beispielen aus dem Alltag des Menschen heraus und leistete mit ihren dichten Beschreibungen einen wichtigen Beitrag zum philosophischen Diskurs über den handelnden Menschen.

Ergotherapie- und Handlungswissenschaft

Die Ergotherapie- und Handlungswissenschaft, bzw. „Occupational Science“, ist eine interdisziplinäre Wissenschaft. Sie beschäftigt sich mit Gesundheit aus einer Betätigungs- und Alltagsperspektive. Im Zentrum steht der Zusammenhang zwischen Person, Umwelt und Handlung. Diese Wissenschaft ist in Österreich bisher wenig etabliert, weshalb der Austausch mit internationalen Pionieren auf diesem Gebiet im Rahmen des Symposiums wichtige Impulse brachte.