Soziale Integration von Asylsuchenden

Gastronomieprojekt Rotes Kreuz Salzburg

Viele Menschen sind in den vergangenen Jahren nach Österreich geflüchtet – auf der Suche nach Schutz, Sicherheit und einem menschenwürdigen Leben. Ein Teil von ihnen wird auf Dauer in Österreich bleiben. Daher stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, sie gut in unserer Gesellschaft aufzunehmen. Dieser Prozess ist immer wechselseitig zu denken: Natürlich braucht es die Bereitschaft und den Willen der geflüchteten Menschen, einen Beitrag zum gelingenden Zusammenleben zu leisten. Mindestens genauso wichtig sind jedoch die Rahmenbedingungen, die ihnen geboten werden. Erfolgreiche Inklusion kann nur gelingen, wenn die „Aufnahmegesellschaft“ Chancen und echte Optionen für Menschen eröffnet, die in Österreich ankommen und sich eine neue Existenz aufbauen wollen. Die Teilnahme am Arbeitsmarkt nimmt bei der Sozialintegration eine Schlüsselrolle ein, ist jedoch in der Regel erst nach Abschluss des Asylverfahrens möglich. Währenddessen können geflüchtete Menschen gemeinnützige Tätigkeiten ausüben. Dies ermöglicht es ihnen, Kontakte mit den Menschen vor Ort zu knüpfen. Darüber hinaus lernen sie einen anderen Alltag kennen, verbessern ihre Sprachkompetenz und entwickeln weitere wertvolle Fähigkeiten, die auch für die spätere Integration in den Arbeitsmarkt gebraucht werden.

Im Frühling 2017 initiierte das Rote Kreuz Salzburg die Ausbildung zur Gastronomiefachhilfskraft. Aufgrund des großen Erfolgs der ersten vier Durchgänge (140 Personen schlossen die Ausbildung bisher mit einem Zertifikat ab) startete im Oktober 2018 ein fünfter Durchgang. Seit ihrem Start begleitet das ifz begleitet die Initiative wissenschaftlich und untersucht, welche soziale Bedeutung die Ausbildung für die Teilnehmer hatte. Dabei geht es sowohl um die Wahrnehmung der Auszubildenden selbst als auch um die Perspektive der GemeindebürgerInnen. Die Ergebnisse des Projekts sollen in zukünftige Programme des Roten Kreuzes Salzburg einfließen und für das Land Salzburg wertvolle Erkenntnisse liefern.

Lesen Sie hier den ersten Bericht „Soziale Beheimatung im Fluchtkontext“ über ethische Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts „Ausbildung zur Gastronomiefachhilfskraft für Asylwerbende“ von ifz-Wissenschafter Fabian Kos:

Zum Download:
Soziale Beheimatung im Fluchtkontext

In Kooperation mit dem Roten Kreuz Salzburg.

 

Masterarbeit von Susanne Katzlberger


13.02.2019

Die ehemalige ifz-Mitarbeitern Susanne Katzlberger absolvierte von 2016 bis 2018 den Universitätslehrgang „Migrationsmanagement“. In ihrer Masterarbeit „Integriert euch, aber ihr gehört nicht dazu – Möglichkeiten praxisnaher Ausbildungsprojekte für Asylwerbende“ geht sie auch auf die Ausbildung zur Gastronomiefachhilfskraft ein, die das Rote Kreuz Salzburg im Jahr 2017 initiierte und die das ifz seitdem wissenschaftlich begleitet.

Ethische Erkenntnisse in Berichtform


04.12.2018

Im Frühling 2017 initiierte das Rote Kreuz Salzburg die Ausbildung zur Gastronomiefachhilfskraft. Das ifz vergleicht die abstrakten Prinzipien der Katholischen Soziallehre mit praktischen Handlungen.

Lesen Sie hier mehr über ethische Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts „Ausbildung zur Gastronomiefachhilfskraft für Asylwerbende„:

Judith Kohlenberger über das Partizipationspotenzial von Geflüchteten


20.11.2017

Was können gemeinnützige Tätigkeiten für die soziale Integration von geflüchteten Menschen leisten? Welche Chancen und Risiken sind mit ihnen verbunden? Und wie sind sie ethisch zu bewerten?

Solche und ähnliche Fragen stehen im Zentrum eines aktuellen Forschungsschwerpunktes des ifz.

Beim Fachgespräch „Soziale Integration von geflüchteten Menschen: Kriterien, Erhebungsmethoden und Praxisbeispiele“ tauschten sich ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis am 9. und 10. November 2017 über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Forschungsvorhaben zu diesem Thema aus.