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Soziale Dienste der Caritas St. Pölten

Familien stärken – heute und morgen

Wenn Familien durch plötzliche Krisen oder langfristig belastende Lebensumstände zwischenzeitlich an ihre Grenzen kommen, dann ist ein gezieltes Unterstützungsangebot – besonders bei Familien ohne starke soziale Netzwerke – sehr hilfreich.

Aus diesem Grund bietet die Caritas Diözese St. Pölten verschiedene familienbezogene Dienstleistungen an. Diese sind historisch gewachsen, in Reaktion auf vor Ort vorhandene Unterstützungsbedürfnisse. Doch gesellschaftliche Verhältnisse und Familienstrukturen sind einem Wandel unterworfen, was immer wieder eine Analyse, Reflexion und eventuelle Weiterentwicklung bestehender Angebote erforderlich macht. So kann sichergestellt werden, dass jene Leistungen verfügbar sind, die Familien in schwierigen Lagen auch tatsächlich brauchen.
Die Aufgabe des Wissenschaftsteams des ifz besteht nun darin, eine Statusanalyse über bestehende Angebote/Dienste des Fachbereichs Familie durchzuführen, um eine fundierte
Grundlage für mögliche Weiterentwicklungen der Caritas-Angebote zu schaffen. Die Analyse erfolgt einerseits auf der Grundlage vorliegender Daten, die dem ifz von der Caritas zur Verfügung
gestellt werden, andererseits auf Basis von Befragungen der Caritas-MitarbeiterInnen.
Das ifz nimmt drei Caritas-Angebote genauer unter die Lupe:
• Die „klassische“ Familienhilfe, die Familien in einer Krisensituation (beispielsweise aufgrund von Erkrankung oder Tod der Mutter oder bei einer Risikoschwangerschaft) bis
zu acht Wochen bei der Alltagsbewältigung unterstützt.
• Die Familienhilfe PLus (steht für: Praktische Lebensunterstützung), die im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe Familien mit multiplen Problemen rund sechs Monate begleitet.
• Und als drittes Angebot wird das Mutter-Kind-Haus untersucht, das schwangeren Frauen und Müttern mit Kleinkindern ein vorübergehendes Zuhause bietet, wenn andere
Optionen fehlen.
Erste Erkenntnisse belegen die unverminderte Bedeutung alltagspraktischer Lebensunterstützung für belastete Familien und geben Hinweise auf neue Herausforderungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
Die Ergebnisse werden in Form eines internen Abschlussberichts festgehalten.

Elisabeth Buchner und Gunter Graf betreuen das Projekt.