Gesundheit und Tätigsein

Entwicklung einer Ergotherapie- und Betätigungswissenschaft in Österreich

Die Occupational Science ist international schon seit Jahrzehnten etabliert. In Österreich befindet sich die Ergotherapie- und die Betätigungswissenschaften im Entstehen und sie ist im interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurs noch nicht präsent. Das ifz unterstützt die Weiterentwicklung dieser jungen österreichischen Disziplin, unter anderem durch einen interdisziplinären Dialog mit der Philosophie.

Die Occupational Science versucht, Gesundheit und das gute Leben aus der Perspektive des konkreten Tuns, der alltäglichen Betätigungen zu verstehen. Im Verständnis der Occupational Science beinhaltet Gesundheit Wahlmöglichkeiten, Fähigkeiten und tatsächliche Möglichkeiten zu haben, um an bedeutungsvollen Betätigungen teilzuhaben. Diese verändern sich über die Lebensspanne. Grundsätzlich gehört dazu: sich selbst versorgen, das Leben genießen, zum sozialen und ökonomischen Geflecht der Gemeinschaft beizutragen. Gesundheit, Wohlbefinden und Gerechtigkeit werden über Betätigung gefördert.

“Gesundheit, Selbstwirksamkeit und Tätigsein” bildeten den Themen-Schwerpunkt am ifz im Sommer 2010. Vielfältige Gesprächsrunden galten dem Entwurf eines neuen Forschungsfeldes und einer ersten interdisziplinären Begriffsklärung. Hierbei entstand auch die Idee zur Formulierung eines Positionspapier als Grundlage für eine Ergotherapie- und Betätigungswissenschaft / Handlungswissenschaft in Österreich.

Zum Positionspapier

 

 

Mensch bleiben im Krankenhaus

Neue Publikation: “Mensch bleiben im Krankenhaus”


02.10.2013

Wie fühlt es sich an, in einem Krankenhaus zu arbeiten oder sich als PatientIn dort aufzuhalten? Wie steht es um die Menschen in einem Krankenhaus? Was macht ein menschengerechtes, menschenfreundliches Krankenhaus aus? Diesen Fragen ist Clemens Sedmak unter Mitarbeit von Gunter Graf und Gottfried Schweiger in „Mensch bleiben im Krankenhaus – Zwischen Alltag und Ausnahmesituation“ nachgegangen.

Die Autoren entwickeln in diesem Buch eine „kleine Ethik“ für den Krankenhausalltag – insbesondere auch für die Institution mit ihren Herausforderungen als „menschlichem Krankenhaus“: Ein Krankenhaus ist ein Mikrokosmos, in dem sich die ganze Bandbreite menschlichen Lebens zeigt. Doch es ist weder eine Reparaturwerkstatt noch ein Hotel, sondern eine Einrichtung mit eigenem moralischen Leben. Wie steht es um die Menschen in einem Krankenhaus? Was macht das Krankenhaus aus ihnen?

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice”


06.02.2013

VertreterInnen von Philosophie und Ergotherapie- und Handlungswissenschaft sowie der ergotherapeutischen Praxis trafen sich, um gemeinsam ein vertieftes Verständnis vom handelnden Menschen zu entwickeln. Um ein möglichst vielschichtiges Bild zeichnen zu können, wurden die unterschiedlichen Zugänge zu „Fähigkeiten und Gerechtigkeit“ einander gegenüber gestellt und diskutiert.

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vortrag von Hans Jonsson


06.02.2013

Hans Jonsson berichtete aus seinen Studien, dass der Übergang in die Pension vielfach zu Überraschung, einem langsameren Rhythmus und einer zwiespältigen Erfahrung von Freiheit führt.

Für die Zeit des Überganges und die Pensionierung selbst sind engagierte Betätigungen besonders relevant. Um die Pension als positiv zu erleben, sind neben sozialer und finanzieller Sicherheit sowie physischer und psychischer Gesundheit, nahe emotionale Beziehungen, bedeutungsvolle Betätigungen und soziale Kontakte essentiell. Daraus ergaben sich Jonssons drei Ratschläge für Gesundheit in Pensionierung und Alter: sich zu beteiligen, soziale Kontakte zu pflegen und „fit“ zu bleiben.

Hans Jonsson hielt den Vortrag im Rahmen des Symposiums “The Human Agent – Capabilities and Justice”.

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vortrag von Clare Hocking


06.02.2013

Alle Fähigkeiten, über die ein Mensch verfügt, so Clare Hocking, beeinflussen sein Wohlbefinden und seine Gesundheit wesentlich. Menschen können aber nur jene Fähigkeiten entwickeln, zu deren Entwicklung sie entsprechende Möglichkeiten vorfinden.

Sie diskutierte den Begriff der Betätigungsgerechtigkeit, der mit Fairheit, Empowerment, Rechten und Verantwortungen sowie der Würde aller Menschen verbunden ist. Davon ausgehend respektiert eine betätigungsgerechte Gesellschaft Unterschiede in den Fähigkeiten Einzelner und befähigt alle Mitglieder der Gesellschaft zur Teilhabe an für sie bedeutungsvollen Betätigungen.

Clare Hocking hielt den Vortrag im Rahmen des Symposiums “The Human Agent – Capabilities and Justice”.

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vortrag von Sridhar Venkatapuram


06.02.2013

Sridhar Venkatapuram übte Kritik an der Entwicklung und Verwendung von Begrifflichkeiten in der Ergotherapie- und Handlungswissenschaft. Er rief dazu auf, sich tiefer mit Kernbegriffen auseinanderzusetzen. Dazu brachte er ein Beispiel: Welche Handlungen beinhaltet der Begriff „bedeutungsvolle Betätigungen“ im Denken der Ergotherapie- und Handlungswissenschaft? Gibt es Betätigungen die dabei nicht enthalten sondern ausgeschlossen sind, wenn ja welche und warum?

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vorträge von Ursula Costa und Martina Schmidhuber


06.02.2013

Bedeutungsvolle Tätigkeiten als Schutzfaktoren in Zeiten der Krise

Ursula Costa ging auf die wechselseitige Beziehung zwischen Selbst, Identität und Betätigung ein. Dabei sind bedeutungsvolle Tätigkeiten protektive Faktoren für das Selbst um Übergänge und Krisen bewältigen zu können.

Es ist von Bedeutung, warum wir eine Tätigkeit auswählen, in welcher Form wir uns daran beteiligen, wann und bei welcher Tätigkeit wir uns beteiligen, wo diese stattfindet und mit wem wir sie ausführen. – Denn, so Costa; was, wie und warum wir etwas tun, formt, entwickelt und drückt aus, wer wir sind.

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vortrag von Birgit Prodinger


06.02.2013

Birgit Prodinger und Tanja Stamm brachten eine kritische Betrachtung zum Begriff Betätigungsbalance und gingen anhand dessen auf die FWF geförderte Studie „Betätigungsbalance und rheumatoide Arthritis – Geschlecht, Betätigungsbalance, Immunologie“ ein.

Betätigung und Balance sind weit gefasste Begriffe, zu denen es unterschiedliche Definitionen gibt, die Auswirkungen auf den Begriff der Betätigungsbalance haben. Dabei werden in die Diskussion um eine Betätigungsbalance häufig weitere Begriffe wie Lebensbalance, work-life- oder work-family balance und Rollen-balance gebracht, die ihrerseits wieder verschieden definiert und interpretiert werden.

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vortrag von Birgit Prodinger


06.02.2013

Birgit Prodinger und Tanja Stamm brachten eine kritische Betrachtung zum Begriff Betätigungsbalance und gingen anhand dessen auf die FWF geförderte Studie „Betätigungsbalance und rheumatoide Arthritis – Geschlecht, Betätigungsbalance, Immunologie“ ein.

Betätigung und Balance sind weit gefasste Begriffe, zu denen es unterschiedliche Definitionen gibt, die Auswirkungen auf den Begriff der Betätigungsbalance haben. Dabei werden in die Diskussion um eine Betätigungsbalance häufig weitere Begriffe wie Lebensbalance, work-life- oder work-family balance und Rollen-balance gebracht, die ihrerseits wieder verschieden definiert und interpretiert werden.

Symposium “The Human Agent – Capabilities and Justice” Vortrag von Birgit Prodinger


06.02.2013

Birgit Prodinger und Tanja Stamm brachten eine kritische Betrachtung zum Begriff Betätigungsbalance und gingen anhand dessen auf die FWF geförderte Studie „Betätigungsbalance und rheumatoide Arthritis – Geschlecht, Betätigungsbalance, Immunologie“ ein.

Betätigung und Balance sind weit gefasste Begriffe, zu denen es unterschiedliche Definitionen gibt, die Auswirkungen auf den Begriff der Betätigungsbalance haben. Dabei werden in die Diskussion um eine Betätigungsbalance häufig weitere Begriffe wie Lebensbalance, work-life- oder work-family balance und Rollen-balance gebracht, die ihrerseits wieder verschieden definiert und interpretiert werden.

21. Februar 09:30-17:00 ifz Salzburg, Anmeldung erforderlich kontakt

21.02.2013 21.02.2013

Das ifz lädt am 21.2.2013 von 9.30 h bis 17.00 h zu einem Gespräch über “Gutes Altern und benediktinische Tradition. Die Fragen nach “gutem Altern” und nach einem “guten Miteinander” mit älteren Menschen werden zu Schlüsselfragen der Zukunft. Hier müssen wir nachdenken, hier brauchen wir Inspirationen und Beispiele.In der christlichen Tradition sind Schätze verborgen, die nicht immer bekannt sind; solche Erfahrungs- und Erkenntnisschätze finden wir etwa in der benediktinischen Tradition.