Demokratie, Ambiguität, Religion

Neuer Forschungsschwerpunkt am ifz

Was braucht eine Demokratie, um langfristig funktionieren zu können? Diese Frage wird derzeit viel diskutiert. Dabei wird gern darauf verwiesen, dass die Demokratie auf einen Konsens über die geltenden Werte angewiesen ist. Weniger Aufmerksamkeit findet dagegen die Frage, welche persönlichen Kompetenzen und Einstellungen sie bei den einzelnen BürgerInnen voraussetzt.

Diesem Thema wenden wir uns hier am ifz mit einem neuen Forschungsschwerpunkt zu. Unsere Wissenschafterinnen und Wissenschafter untersuchen dabei, welcher Stellenwert einem konstruktiven Umgang mit Komplexität und Widersprüchlichkeit – kurz: Ambiguitätstoleranz – zukommt, damit Demokratie gelingen kann. Die Ausgangsvermutung lautet: Das Wissen um freiheitliche Werte und die Kenntnis demokratischer Verfahren allein garantieren noch keine stabile Demokratie. Angesichts der Wirklichkeit anhaltender Wertkonflikte und langwieriger Entscheidungsprozesse bedarf es der Fähigkeit bei allen Beteiligten, komplexe Situationen aktiv auszuhalten.

Auch geht es um die Frage, ob der religiöse Glaube womöglich einen Weg darstellt, eine Toleranz einzuüben gegenüber undurchschaubaren Situationen und der Vielfalt von Perspektiven.

Philosophin Anne Siegetsleitner über geschlechtergerechte Sprache.


02.03.2020

Voll bis auf den letzten Platz war der Kommunikationsraum des ifz, während die Philosophieprofessorin Anne Siegetsleitner von der Universität Innsbruck am vergangenen Donnerstag, den 27. Februar 2020, in ihrem Vortrag laut darüber nachdachte, „Wie (Un)gesagtes die Geschlechterverhältnisse beeinflusst“.

Gelungener Auftakt zur Gesprächsreihe „Sprache. Macht. Demokratie“.


17.12.2019

Wie prägt unsere Sprache die gesellschaftliche Wirklichkeit, in der wir leben? Mit dieser Frage beschäftigt sich die von der ÖGPB finanzierte Veranstaltungsreihe „Sprache. Macht. Politik“ am ifz.

Wie Bilder und Sprache unser Zusammenleben prägen!


11.12.2019

Unsere Sprache prägt die Art und Weise, in der wir zusammenleben. Dies gilt nicht nur für das, was wir sagen, sondern mindestens ebenso sehr dafür, wie wir es sagen. Inhalt und Stil, die großen Themen und die kleinen Einzelheiten bestimmen darüber, welche Gestalt unsere Demokratie annimmt.

Rückblick Fachgespräch: „Demokratie, Ambiguität, Religion“

03.05.2019 03.05.2019

Sechs ExpertInnen trafen sich am vergangenen Wochenende am ifz, um über Ambiguität und Ambivalenz zu sprechen. Im Kern ging es darum, wie sich uneindeutige Sachverhalte und ihre widersprüchlichen Bewertungen im Kontext der Demokratie aushalten lassen. Thematisiert wurde dabei zugleich die Frage, wie es gelingt, im Unauslotbaren einen Reiz anstelle einer Bedrohung zu sehen.

ifz-Fachgespräch am 3. und 4. Mai.

03.05.2019 03.05.2019

Am Freitag und Samstag, dem 3. und 4. Mai, findet am ifz ein interdisziplinäres Fachgespräch statt, das sich den Themen Ambiguitätstoleranz, Demokratie und Religion widmet. Erwartet werden Experten aus Psychoanalyse und Soziologie, aus politischer Bildungsarbeit, Sozialphilosophie und Theologie.

Zu den Vortragenden gehören neben ifz-Wissenschafterin und Theologin Annette Langner-Pitschmann auch Raphael Susewind (Soziologie, London), Karoline Scharpenseel (Sozialphilosophie), Regina Miltner (Psychoanalyse), Michael Schneider-Velho (Politische Bildung) und Andreas Telser (Theologie).

Das Programm des Fachgesprächs erhalten Sie hier als PDF (Download).

Bei Interesse an einer Teilnahme am Fachgespräch melden Sie sich bitte bei Frau Annette Langner-Pitschmann an! Herzlichen Dank!