Integration in den Arbeitsmarkt

Salzburger Stufenmodell zum Aufbau der Arbeitsfähigkeit

Im Oktober 2018 startete am ifz die wissenschaftliche Begleitung des „Salzburger Stufenmodells zum Aufbau der Arbeitsfähigkeit“. Das Projekt richtet sich an BezieherInnen der bedarfsorientierten Mindestsicherung, insbesondere Langzeitarbeitslose, alleinerziehende Frauen, psychisch/physisch beeinträchtigte Personen und Asylberechtigte. Das Ziel ist, arbeitslose Menschen schrittweise an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt verläuft meist nicht geradlinig und Wirkungen sind von außen oft nicht unmittelbar erkennbar. Psychische Stabilität oder soziale Kontaktfähigkeit – Voraussetzungen, um in unserer Gesellschaft und am Arbeitsmarkt bestehen zu können – fallen in Standarduntersuchungen oft unter den Tisch. Daher richten die ifz-ForscherInnen ihren Blick vor allem auf „weiche“ Erfolgsfaktoren, also jene Veränderungen, die überhaupt erst die Basis für Selbstbestimmung, Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und Teilhabe an der Gesellschaft schaffen. Das betrifft die Stabilisierung der Lebenssituation in Kerndimensionen, insbesondere die psychische Stabilisierung (Pünktlichkeit/Verlässlichkeit, Erscheinungsbild, Stressresistenz, realistische Selbsteinschätzung, Selbstdisziplin, Selbstwirksamkeit, Problemlösungskompetenz, Beziehungsfähigkeit). Bei vielen langzeitarbeitslosen Menschen überlappen sich oftmals einige dieser Probleme.

Die wissenschaftliche Begleitung basiert auf einem Mixed-Methods-Design, das quantitative und qualitative Elemente verbindet und die Perspektiven verschiedener Stakeholder integriert. Inhaltlich knüpft sie an das Projekt „Brücken zur Arbeitswelt“ an, in dessen Rahmen bereits eine umfangreiche Studie zur Integration von BezieherInnen der bedarfsorientierten Mindestsicherung im Bundesland Salzburg entstanden ist.

Brücken zur Arbeitswelt

Im Auftrag des Landes Salzburg entwickelte das ifz in einer ersten Projektphase im Zeitraum 2013 bis 2014 Vorschläge zur besseren Integration von BezieherInnen der bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) in den Arbeitsmarkt.

Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass die negativen Auswirkungen von langfristiger Arbeitslosigkeit (wie die Gefahr von Armut und sozialer Exklusion) groß sind und die Integration in den (ersten) Arbeitsmarkt, trotz aller Einschränkungen, für viele Betroffene eine sinnvolle Lösung und somit eine Form der Armutsbekämpfung darstellt. Allerdings gelingt die Arbeitsmarktintegration für besonders verletzliche Personengruppen nicht zufriedenstellend. Unser Projekt sollte einen Beitrag leisten, um auf dieses Problem zu reagieren. Der Abschlussbericht mit Maßnahmenempfehlungen wurde mit Projektende im März 2014 an die Sozialabteilung des Landes Salzburg übermittelt und steht hier zum Download bereit:

Studie zur Integration von BMS-BezieherInnen in den Arbeitsmarkt (pdf; 1,5MB)

Einen komprimierten Überblick über die Studien bietet zudem folgende Informationsbroschüre: Brücken zur Arbeitswelt (pdf; 1,5MB). Printversion hier kostenfrei bestellen.

In der zweiten Projektphase – Start war im Juni 2017 –  unterstützte das ifz das Land Salzburg dabei, die in der Studie erarbeiteten Ergebnisse umzusetzen.

Neue Maßnahmen zur Aktivierung und Arbeitsmarktintegration von BMS-Beziehenden werden unter anderem auf Grundlage unserer Studie bewertet – das ifz wirkt beratend bei der Auswahl neuer Maßnahmen mit. Zielgruppen dieser neuen Maßnahmen sind vor allem Frauen und Jugendliche.

Finanziert werden die Projekte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Salzburg und des BMASGK.

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Beauftragt durch den „TEP Arbeit für Salzburg“

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Endbericht und Informationsbroschüre Projekt zur Integration in den Arbeitsmarkt


21.05.2014

Beauftragt durch das Land Salzburg und in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung führte das ifz ein Projekt durch, dessen Ziel es war, Maßnahmen zur besseren Integration von BMS-BezieherInnen in den Arbeitsmarkt zu erarbeiten. Das Projekt  wurde im März 2014 erfolgreich abgeschlossen. Vor kurzem wurden ein Abschlussbericht sowie eine Informationsbroschüre veröffentlicht. Beide Publikationen stehen nun zum Download bereit.