Veranstaltung “Arbeitswelt 50plus” in der Robert-Jungk-Bibliothek

03.10.2017
Rückblick Veranstaltung “Arbeitswelt 50plus”

Karl Immervoll ist Betriebsseelsorger im oberen Waldviertel und die Liste der von ihm initiierten Projekte im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit ist lang. Seine Arbeit ist vielfältig und jede Aufgabe anders. Aber eines ist für ihn immer gleich:

Der Mensch ist Mittelpunkt
anstatt
Der Mensch ist Mittel. (Punkt)

Immervoll gab mit seiner Keynote zu Beginn der Veranstaltung „Arbeitswelt 50+. Den demografischen Wandel in Salzburgs Arbeitswelt gestalten“ deutliche Impulse und Diskussionsgrundlagen für die drei Workshops, die folgten.

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Anlass der Veranstaltung am 3. Oktober war der Abschluss des EU-Forschungsprojekts “RE-InVEST” in Salzburg, in dessen Rahmen die Situation älterer Arbeitssuchender in Salzburg unter Einbindung Betroffener während der letzten zwei Jahre erforscht wurde.

Rund 50 Interessierte nahmen an der Veranstaltung in der Robert-Jungk-Bibliothek teil.

Nach der Eröffnung durch JBZ-Mitarbeiter Hans Holzinger, Cornelia Schmidjell von der Arbeiterkammer und ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer präsentierten die ifz-Wissenschaftlerinnen Ortrud Leßmann und Elisabeth Buchner sowie die Ko-Forschenden Karin Owsanecki und Helmut Moser die Studienergebnisse des Forschungsprojektes RE-InVEST.

Holzinger_BuchnerDSC_0036Buchner_Owsanecki

Immervoll_SchörghoferIm Anschluss stellte Karl Immervoll, Betriebsseelsorger im Oberen Waldviertel und Initiator zahlreicher innovativer Projekte im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit, ein Pilotprojekt aus Heidenreichstein vor: Langzeitarbeitslose Menschen können auf Wunsch für 18 Monate aus der Vermittlungsschleife des AMS aussteigen. Sie werden sozialpädagogisch betreut und können sich – befreit vom Druck – neu orientieren und ihre Kompetenzen in die Gesellschaft einbringen.

Die Impulse seiner Keynote nahmen die TeilnehmerInnen in die darauffolgenden parallel stattfindenden Workshops mit.

WS1_1Im Workshop I “Bildung und Qualifikation für 50+: In Ältere investieren – aber wie?”
standen drei Themenbereiche im Zentrum der Diskussion:

  1. Praxis des lebenslangen Lernens
  2. Druck älterer erwerbsarbeitsloser Menschen, so schnell wie möglich wieder eine Arbeit zu finden und
  3. Wenig Sensibilisierung (von großen Teilen der Gesellschaft) für das Thema Weiterbildung und Qualifizierung im Alter

Moderiert wurde der Workshop von Gunter Graf (ifz) und Impulse gaben: Florian Preisig (Arbeiterkammer Salzburg), Christine Bauer-Grechenig (BiBer – Bildungs- und Berufsberatung Salzburg).

WS2_3Workshop II beschäftigte sich mit geförderter Beschäftigung für Ältere:

Hans Holzinger vom JBZ diskutierte unter anderem mit Peter Ruhmannseder (arbeit plus Salzburg) und Siegfried Steinlechner (AMS Salzburg) über die “Aktion 20.000” und andere geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten.

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WS3_3Im dritten Workshop hieß es “Das Potential Älterer nutzen: altersgerechte Arbeit in Salzburger Betrieben”:

Kritisch beleuchtet und diskutiert wurden unter anderem Stereotype in der Personalauswahl und Gesundheit in Betrieben als “nice-to-have”-Option. Stefan Wally (JBZ) moderierte die Diskussionsrunde. ImpulsgeberInnen waren: Renate Schobesberger (Iventa International Management Consulting GmbH), Kristina Huber (Palfinger Europe GmbH) und Karin Hagenauer (Arbeiterkammer Salzburg).WS3_5

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Die Workshop-Moderatoren brachten danach die Ergebnisse auf den Punkt und präsentierten sie in der großen Runde.

Podium In der abschließenden Podiumsdiskussion rundeten unter anderem Cornelia Schmidjell, stellvertretende Direktorin der Arbeiterkammer Salzburg, und Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg, den intensiven Diskussionsprozess ab. Michaela Ziegler, Ko-Forscherin im Rahmen von RE-InVEST, brachte die Perspektive der Betroffenen ein.
Hier im Detail nachlesen.

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