Rückblick Fachgespräch Mentoring

15.06.2015
Rückblick: Fachgespräch zum Thema Mentoring

Wie wirken sich Mentoring- und Buddy-Projekte auf die Beteiligten und die Gesellschaft insgesamt aus? Diese Frage wurde am Montag, dem 15. Juni 2015, im Rahmen eines Fachgespräches diskutiert. ExpertInnen aus Österreich und Deutschland diskutierten dabei über praktische Erfahrungen aus Mentoring- und Buddy-Projekten sowie Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung. Organisiert wurde die Veranstaltung vom ifz und dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg. Ab sofort können Sie die Präsentationen der Vortragenden herunterladen.

 

Publikum II

Zum Fachgespräch fanden sich rund 25 ExpertInnen und interessierte Zuhörer im Edith-Stein-Haus auf dem Salzburger Mönchsberg ein.

Irmgard Bernhard

Dr. Irmgard Bernhard von der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (Campus Baden) berichtete über das Projekt „Lernen macht Schule“ an der PH Niederösterreich. In ihrem Vortrag erläuterte sie, inwiefern das Projekt zur Weiterentwicklung einer prosozialen Haltung der teilnehmenden StudentInnen beiträgt und warum „Lernen macht Schule“ einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung von Bildungsgerechtigkeit im Sinne einer inklusiven Pädagogik darstellt.

Barbara Mackinger und Vera Esser

Vera Esser (l.) und Dr. Barbara Mackinger (r.) von der Universität Salzburg sprachen über die wissenschaftliche Begleitung des Projektes „Sprungbrett – zusammen spielend Talente fördern“. In diesem Salzburger Projekt werden seit 2012 angehende Lehrende zu MentorInnen ausgebildet. Sie sollen SchülerInnen, deren besonderes Potential durch soziale Hindernisse eingeschränkt wird, dazu verhelfen, ein differenziertes Selbstkonzept zu entwickeln, um über sich selbst und ihre eigenen Fähigkeiten nachdenken zu können.

Hildegard Müller-Kohlenberg

Prof. em. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg (r.) von der Universität Osnabrück stellte „Balu und Du“ vor. Das Mentorenprogramm soll Volksschüler im außerschulischen Bereich fördern und zielt besonders auf die Resilienzförderung der aus sozial benachteiligten Familien kommenden Kinder ab. Wissenschaftlich wurden dabei schon verschiedene positive Effekte nachgewiesen (z.B. physisches und psychisches Wohlbefinden, Sozialverhalten, Stressregulierung). Anhand der Beobachtung von ehemaligen Teilnehmenden wird derzeit die Nachhaltigkeit des Projekts untersucht.

Sigrun Schirner

Dr. Sigrun Schirner (oben) und Teresa Greindl (unten) von der Universität Regensburg betreuen das deutschlandweit größte E-Mentoring Projekt für Schülerinnen, welche Interesse an MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zeigen.

Teresa Greindl

Seit 2005 profitierten dabei rund 4500 Schülerinnen von Mentorinnen, die Ihnen über unterschiedlichste Online-Plattformen zur Seite standen. Auch bei diesem Projekt stehen Erfolg und Nachhaltigkeit im Zentrum der wissenschaftlichen Begleitung.

Monika Buhl

Schließlich sprach Prof. Dr. Monika Buhl von der Universität Heidelberg über die Evaluation des buddY-Landesprogrammes, ein Mentoringprojekt, welches in mehreren deutschen Bundesländern durchgeführt wurde und Entwichlungschancen von SchülerInnen stärken soll.

Publikum

 

Download: Veranstaltungsprogramm (inkl. Abstracts)