Das Buch „Patristik und Resilienz. Frühchristilche Einsichten in die Seelenkraft“ ist 2012 im Akademie Verlag erschienen und zum Preis von 79,00 Euro erhältlich.

Rückblick: Ein Forschungs- und Buchprojekt mit praktischem Nutzen.

Über frühchristliche Einsichten in die Seelenkraft

(Salzburg, 21.09.2012) Das ifz, das sich seit der Neugründung 2009 mit anwendungsnahen, wissenschaftlich interessanten Themen befasst, präsentierte zum Abschluss des Schwerpunktes „Patristik und Resilienz“ das soeben erschienene BucIMG_1181h „Patristik und Resilienz. Frühchristliche Einsichten in die Seelenkraft“.

Der Forschungsschwerpunkt wurde finanziert vom Deutschen Verein der Freunde des IFZ e. V. München aus dem Nachlass von Anna Maria Spang. Vor knapp drei Jahren bot ifz-Präsident Clemens Sedmak dem Vereinsvorstand Alt-Abt Odilo Lechner und seinen Mitgliedern das Projekt „Patristik und Resilienz“ mit dem Ziel an: Einsichten in christliche Tradition zu fördern und eine Idee zu verfolgen, die wissenschaftliche Forschung erlaubt und darüber hinaus auch praktischen Nutzen für den Menschen hat.

Der Präsident Clemens Sedmak, die Herausgeberin des Buches und Leiterin des Schwerpunkts Malgorzata Bogaczyk-Vormayr, der Unterstützer des Deutschen Vereins Wilhelm Blum und der Autor Udo Manshausen begeistern die Gäste bei der Präsentation mit frühchristlichen Einsichten und mit der Erkenntnis, wie aktuell das Wissen der Kirchenväter heute noch ist.

Sedmak eröffnet seinen Beitrag damit, dass Widerstandskraft in der heutigen Zeit an Bedeutung gewinnt. Viele Menschen leiden an geistiger und körperlicher Erschöpfung, auch deshalb, weil sie sich gezwungen fühlen, eine Rolle zu leben, die nicht ihrem Wesen entspricht. Auch deshalb, weil die Anforderungen in der Arbeitswelt enorm gestiegen sind. Beispielsweise muss ein Sekretär heute nicht mehr nur Briefe schreiben, sondern zwei Fremdsprachen beherrschen, Layout-Kenntnisse vorweisen und ausgezeichnete EDV Anwenderkenntnisse haben. Die zentralen Fragen des Lebens haben sich somit verändert: Von der Frage „was soll ich?“ hin zur Frage „was will ich?“, bis heute, wo sich der Mensch fragen muss „was kann ich?“.

Die Fähigkeit zur Selbstbesinnung sieht Malgorzata Bogaczyk-Vormayr als zentral, die Begabung eines Menschen den Blick nach innen zu richten, ein Gespräch mit sich selbst zu führen und das persönliche Leid zu artikulieren hat etwas Heilendes und trägt zur Stärkung der Widerstandskraft bei. Sie verweist zudem auf die Notwendigkeit, diese Reflexion mit den praktischen Grenzen der Alltagsstruktur und der Alltagssituation in Einklang zu bringen. Udo Manshausen knüpft an die Selbstbesinnung an, fordert aber nicht nur einen Dialog mit sich selbst, sondern einen Dialog mit Gott. „Die Menschenhilfe bietet in Krisen keine Hilfe“, so der Experte. Viel wichtiger erscheint es ihm, Gott das Leben zurück zu geben, so wie es alle Propheten getan haben. Denn die Propheten fragten nicht: „Wann ist das Leiden vorbei?“, sondern sie haben Gott das Leben in Demut zurückgegeben. In der heutigen Praxis könnte das so aussehen, wieder stärker auf  Gott zu vertrauen, auf Fügungen zu achten und auch mal zu warten und auszuhalten, dass sich die Dinge wenden und zu einem großen Ganzen zusammenfügen.

  • Resilienz als Seelenkraft” Begrüßung und Impuls

(Videoausschnitt)
Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak

  • „Soliloquium als Resilienzprozess”

(Videoausschnitt) + (Text)
Dr.in Malgorzata BOGACZYK-VORMAYR

  • Die Menschenhilfe bietet in Krisen keine Hilfe“

(Videoausschnitt)
Udo Manshausen