RE-InVEST: erster Länderbericht (dt.) liegt vor.

RE-InVEST: Länderbericht liegt vor

Die erste Phase partizipativer Forschung im Rahmen von RE-InVEST in Salzburg ist nun abgeschlossen. Der Länderbericht, der die Folgen der Finanzkrise von 2008 für Österreich analysiert, liegt auf Deutsch vor und wird auf Englisch nach Abstimmung mit den anderen Projektpartnern veröffentlicht.

In Österreich sind Arbeitssuchende ab 45 Jahren insofern besonders von der Krise betroffen, als die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe überproportional wächst und es für sie besonders schwierig ist, eine neue Stelle zu finden. In vier Workshops haben die ifz-Wissenschaftlerinnen Ortrud Leßmann und Elisabeth Buchner mit Betroffenen erarbeitet und besprochen, wie sie die Krise erlebt haben. Diese war in Österreich kein tiefer Einschnitt, sondern eher Teil eines schleichenden Prozesses. Die Betroffenen haben den Verlust sozialer Anerkennung in der Gesellschaft für Menschen ohne (bezahlte) Arbeit schmerzhaft erlebt. Sie bemängeln im Bereich Arbeitsmarktpolitik fehlendes Case-Management und Schwankungen in der Beratungsqualität des AMS, und haben diese Ergebnisse auch in einem Zeitungsinterview öffentlich gemacht. Diesen arbeitsmarktpolitischen Themen wird sich die zweite partizipative Forschungsphase widmen, die im Herbst beginnt. Dann steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich aktive Arbeitsmarktpolitik im Sinne sozialer Investitionen zur effektiven Förderung von Menschenrechten und Fähigkeiten der Betroffenen ausrichten lässt.

Download Länderbericht (pdf)