Mit dem vierten und letzten Workshop gilt die erste Forschungsphase des Projekts “RE-InVEST” als abgeschlossen.

RE-InVEST: Arbeitsmarktpolitik überdenken!

Am Dienstag, den 23. Februar 2016, fand der vierte und letzte Workshop mit von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen im Alter von 45+ am ifz statt. Damit gilt die erste Phase des EU-Forschungsprojekts RE-InVEST als abgeschlossen.

In dieser Phase stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen in Europa durch die Krise von 2008 gekommen sind. Dafür haben die am Projekt RE-InVEST teilnehmenden Länder je eine Gruppe von Personen zusammengestellt, die besonders unter den Folgen der Krise zu leiden hatten. In Österreich sind dies Arbeitssuchende im Alter von 45+. Ihre Zahl nimmt ständig zu und einmal in die Erwerbslosigkeit gerutscht, ist es für Menschen in diesem Alter besonders schwer, wieder Arbeit zu finden.

Fachgespräch soz Investitionen_web

Im vierten Workshop haben die ifz-Wissenschaftlerinnen Ortrud Leßmann und Elisabeth Buchner nun die Ergebnisse aus den vorherigen Treffen mit der Gruppe besprochen. Dabei zeigte sich, dass den Betroffenen insbesondere die Arbeitsmarktpolitik am Herzen liegt. Sie bemängeln zudem fehlende individuelle Betreuung und Schwankungen in der Beratungsqualität beim AMS. Sie zeigten sich aber auch besorgt über den Verlust sozialer Anerkennung in der Gesellschaft sowie über aktuelle politische Entwicklungen. Alle an den Workshops teilnehmenden Personen betonten, wie wichtig die Unterstützung von verschiedenen Stellen bei Erwerbslosigkeit ist.

Workshop Ortrud Lessmann_web

Im Rahmen der zweiten partizipativen Forschungsphase, die im Herbst dieses Jahres beginnt, wird an diesen Themen weiter gearbeitet. Dann steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich aktive Arbeitsmarktpolitik im Sinne sozialer Investitionen zur effektiven Förderung von Menschenrechten und Fähigkeiten der Betroffenen ausrichten lässt.