Christina Repolust

Pressemitteilung: Salzburger Anstöße 2010 Resilienz und Arbeitslosigkeit

Anstoesse_2010_1Resilienz als soziales Gut muss allen zugänglich sein

Was haben WissenschafterInnen, die über Resilienz und Arbeitslosigkeit forschen – Praktikern zu sagen? Welche Ansätze haben sie und welche good practice-Beispiele könnte man auch in Salzburg übernehmen?

Unter diesem Vorzeichen stand die NGO-Konferenz in St. Virgil Salzburg. „Wir haben drei Tage intensiv unsere Ansätze und konkreten Ergebnisse zum Konferenzthema diskutiert. Über 30 WissenschaftlerInnen aus 13 Ländern, die in 16 Disziplinen im Umkreis des Themas „Resilienz und Arbeitslosigkeit“ forschen, das ist ein unschätzbares Potenzial“, fasst die Psychologin Linda van der Zijden, Mitorganisatorin dieser Vorkonferenz, den Erfolg zusammen.

Mag. Jakob Reichenberger, Studienleiter von St. Virgil, sowie Mag. Christine Sontag, IFZ – Interantionales Forschungszentrum, als Moderatoren dieser Konferenz bündelten die Ansätze der Querdenker, verbanden sie mit konkreten Anliegen der VertreterInnen der NGOs. Der Salzburger Philosoph Dr. Gottfried Schweiger verwies in seinem Kurzstatement „Möglichkeiten und Grenzen menschenwürdiger Arbeitslosigkeit“ kritisch darauf, dass „Menschenwürde“ doch ein sehr großer Begriff in diesem Kontext sei, „anständig“ dagegen den Kern des Themas auch zu wenig treffe. Mag. Michael Peitler, Soziologe in Salzburg, stellte im Anschluss daran in seinem Beitrag „Anerkennung von Arbeit – Missachtung von Arbeitslosigkeit“ die Parameter „Liebe – Recht – soziale Wertschätzung“ in der Praxis von Arbeit bzw. Arbeitslosigkeit zur Diskussion.

Arbeitslosigkeit als Krise – Anstöße für Salzburg – ermunterte Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak im Rahmen der Dialogkonferenz zur Erarbeitung konkreter Projekte. Arbeitslos – selber schuld? Eine Perspektivekampagne, die die Ressourcen stärker als die Defizite betont, soll es, geht es nach den Gesprächsrunden aus Praktikern und Forschern, geben; ebenso eine multiprofessionell arbeitende Clearingstelle sowie weitere konkrete Projekte. „Was ist ein idealer Lebenslauf? Wie viele Phasen von Arbeitslosigkeit beinhaltet er? Wie könnte man eine Arbeitsplatzsicherheitssteuer definieren?“ – provokante Fragen von DDDr. Sedmak.

Es wird weiter geforscht, einzelne Projekte werden in Salzburg in Form von „round tables“ im Laufe der kommenden Monate konkretisiert: Anstöße, die gelungen sind. Anstöße, die neue Wege neben den alten zeigen. Anstöße, die den Jungen Raum und den langjährigen Praktikern in diesem Problemfeld neuen Schwung gaben. Gelungen.

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