Neue Publikation: „Strengthening Intangible Infrastructures“

Neues Buch über intangible Infrastrukturen

„Strengthening Intangible Infrastructures“ ist ein neues Buch über ‚intangible‘ Infrastrukturen, welche immateriell, also physisch weder sichtbar noch greifbar sind, aber für Wohlbefinden und gutes Leben innerhalb unserer Gesellschaften eine ausschlaggebende Rolle spielen. Herausgegeben wurde der Sammelband von ifz-Präsident Clemens Sedmak, ifz-Vizepräsident Andreas Koch und Elisabeth Kapferer.

Der Begriff ‘Infrastruktur’ beschreibt die zum Teil naturgegebenen, zum Teil von Menschen geschaffenen Verhältnisse, welche unser tägliches Leben beeinflussen, ermöglichen und absichern. Oft wird der Begriff in wirtschaftlichen Zusammenhängen verwendet, um jene materiellen und institutionellen Einrichtungen hervorzuheben, auf welche sich unsere Gesellschaft stützt. Von ‚intangiblen‘ oder ‚immateriellen Infrastrukturen‘ zu sprechen mag daher als ungewöhnlich erscheinen. Dabei geht es aber schlichtweg um jene Bereiche des Lebens, welche physisch weder sichtbar noch fassbar sind. Bereiche, die nicht greifbare Sphären der menschlichen Existenz beschreiben. Dazu gehören Wissen, Kultur oder ethische Grundsätze. Auch wenn sich diese Sphären der physischen Wahrnehmung entziehen, sind sie für Wohlbefinden und gutes Leben innerhalb unserer Gesellschaft ausschlaggebend. Die Beiträge des Sammelbandes demonstrieren diesen Einfluss der ‚intangiblen Infrastrukturen‘ anhand verschiedener Beispiele und weisen auf Strategien, wie diese wichtigen Infrastrukturen gestärkt werden können.

„Strengthening Intangible Infrastructures“ ist das Ergebnis einer zweitägigen Konferenz, welche in Salzburg im Dezember 2012 vom ifz Salzburg gemeinsam mit dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg veranstaltet wurde. Der Sammelband ist 2014 im Verlag Cambridge Scholars Publishing auf Englisch erschienen.

Clemens Sedmak ist Präsident des ifz, Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung und Inhaber des F.D. Maurice Lehrstuhls am King’s College London (Universität London) sowie der F.M. Schmölz Gastprofessur der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg. Zu seinen Forschungsinteressen gehören Armutsforschung und Sozialethik, Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie sowie Religionsphilosophie und Religionswissenschaft.

Andreas Koch ist Vizepräsident des ifz, Professor für Sozialgeographie an der Universität Salzburg und stellvertretender Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung. Zu seinen Forschungsinteressen zählen Geoinformatik und Statistik, Humangeographie, Geographie der Kommunikation und Telekommunikation sowie Wirtschaftsgeographie und Dienstleistungen.

Elisabeth Kapferer ist Research Fellow am Zentrum für Ethik und Armutsforschung. Dabei liegt ihr Hauptarbeitsgebiet auf den Bereich „Kultur und Armutsbekämpfung“ und der wissenschaftlichen Begleitung des Sozialfestivals Tu was, dann tut sich was. Zu ihren weiteren Forschungsschwerpunkten zählen die Bedeutung von lokalem Wissen, Erinnerungskultur im Hinblick auf Armut und soziale Ausgrenzung sowie die Repräsentation von Armut und sozialer Ausgrenzung.