Karin Unterluggauer und Gerda Greinz vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuz

Psychosoziale Aspekte im Kontext Flucht

Facheinschlägige Seminare für Lernbuddys sind Bestandteil des Mentoring-Projekts „Lernen macht Schule“.

Die beiden Psychologinnen des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes Karin Unterluggauer und Gerda Greinz informierten letzte Woche die Lernbuddys und freiwillige MitarbeiterInnen der Caritas-Lerncafes über „Psychosoziale Aspekte im Kontext Flucht“.

Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung brauchen oft besondere pädagogische und psychosoziale Unterstützung. Durch schreckliche Erlebnisse, Bedrohung, Gewalt und Verlusterfahrung sind sie oft traumatisiert oder entwickeln Verhaltensauffälligkeiten, die den Schulbesuch erschweren. Der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung stellt eine große Herausforderung dar, weil bei eventuellen psychischen Auffälligkeiten auch sozio-kulturelle Aspekte eine Rolle spielen.

Im Mittelpunkt des Seminars standen die bereits gesammelten, eigenen Erfahrungen mit den Lernkindern und wie man Folgen von Traumatisierung möglichst gut begegnen kann.

Zum Projekt – eine Initiative mit Zukunft:

Das Mentoringprojekt „Lernen macht Schule“ ist eine Initiative, die gegen die Tatsache antritt, dass Armut im Elternhaus massiv die Chancen auf Bildung einschränkt. Denn: Bildung ist ein Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft!

„Lernen macht Schule“ ist ein Freiwilligenprogramm, das Studierende der Universität Salzburg die Möglichkeit bietet, sich ehrenamtlich im Sozial- und Bildungsbereich zu engagieren. Das Projekt wurde 2010 an der WU Wien ins Leben gerufen, unter Mitinitiative der Caritas Wien und Rewe International AG. Im Wintersemester 2014/2015 wurde das Projekt zum ersten Mal in Salzburg durchgeführt. Ziel dabei ist es, Lernen und Integration durch den Austausch zwischen Studierenden und jungen Menschen aus sozial benachteiligten Familien zu fördern. Damit sollen Kinder und Jugendliche unterstützt werden, die aufgrund von Armut und sozialer Exklusion Barrieren im Zugang zu Bildung überwinden müssen. Ein Kernstück des Projekts ist die wissenschaftliche Begleitung durch das ifz.