Ursula Maier-Rabler am 8.11. im Turmzimmer der AK

„The next internet“

Mit der Guten Gesellschaft 4.0 beschäftigte sich die Abschlussveranstaltung der dreiteiligen Reihe Digitalisierung Arbeit – Mensch – Gesellschaft.

ExpertInnen und Interessierte machten sich Gedanken über die fortschreitende Durchdringung der Gesellschaft mit digitalen Diensten und Angeboten.
Durch den Abend führte Moderator Thomas Haug.

Direktor-Stellvertreterin der AK Salzburg, Frau Cornelia Schmidjell, begrüßte die rund 50 Interessierten im Turmzimmer der AK.

 

Gefolgt von zwei Impulsreferaten:

1) Mit digitaler Resilienz in die ‚Gute Gesellschaft 4.0‘?

Ursula Maier-Rabler (Center for Information- and Communication Technologies & Society, Universität Salzburg) beleuchtete ein großes Spektrum: Vom Buchdruck bis hin zu „The next internet“ gab die Kommunikationswissenschafterin einen weiten Überblick über die Entwicklung der Vernetzung. Sie spricht sich dafür aus, Brücken zu bauen für jene, die von der Digitalisierung ausgeschlossen sind, für die sogenannten „Digitalisierungsverlierer“, die „Neue 4. Welt“. Ziel soll sein, gemeinsam eine gerechte Gesellschaft anzustreben, die Menschen resilient für Digitalisierung zu machen und soziale Verantwortung zu übernehmen.

Zur Präsentation Mit digitaler Resilienz in die ‚Gute_Gesellschaft 4_0‘?

In sogenannten „Murmelrunden“ tauschten sich die TeilnehmerInnen in Kleingruppen über ihre Eindrücke, Fragen und Erfahrungen aus, um diese dann in der großen Runde weiter zu diskutieren.

Z. b.:
„Ist die Digitalisierung eine versteckte Waffe (zur Ablenkung von anderen Dingen)?“
„Gibt es noch eine Grenze zwischen Arbeit – Lernen – Spielen?“

Das Thema scheint den Puls der Zeit zu treffen: Die Zeit zur Diskussion war beinahe zu kurz.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

2) Die ‚Gute Gesellschaft 4.0‘ als ethische Herausforderung

Im zweiten Referat beleuchtete der Präsident des ifz die Digitalisierung von einer anderen Seite: Die ‚Gute Gesellschaft 4.0‘ sieht Helmut P. Gaisbauer als ethische Herausforderung. Auch hier geht es von einer Antwort- zu einer Fragekultur. Eine „Gemeinwohlverträglichkeitsprüfung“ für technologische Anwendungen wäre ein guter Weg in Richtung einer guten Gesellschaft. Analoge „Follower“ gewinnen, Suchtpotentiale erkennen und Verlust der Zeitsouveränität sehen sind nur einige Schlagwörter des Vortrages. Gaisbauer appelliert an eine kritische Auseinandersetzung im Umgang mit den Medien. Sind „Gratis“-Angebote in der Medienwelt ihren hohen Preis (unserer Daten) wert?

Zur Präsentation Die „Gute Gesellschaft 4.0“ als ethische Herausforderung

Intensiv diskutiert wurde auch hier in den Murmelrunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war ein spannender Abend mit Potenzial für mehr.
Mehr Information, mehr Bewusstseinsbildung und mehr Verantwortung!

 

Abschluss-Input eines Teilnehmers: „Es gibt nur eine Welt – und die ist analog“.
Und so endete der Abend: Analog im Dialog …

Gemeinsam erarbeitet: Lesen Sie hier die Doku über Impulse, Fragen, Visionen.

Zum Rückblick auf die ersten beiden Veranstaltungen:

Digitale Kommunikation – zwischen Digitalisierung und Menschlichkeit

Arbeit anders denken