Thomas Michels, OSB, gründete 1961 das ifz.

Thomas Michels gründet das ifz im Jahre 1961

Auf  Wunsch seines Abtes Ildefons Herwegen kam Thomas Michels OSB 1929 als Dozent für Liturgie- und Religionsgeschichte nach Salzburg. Hier gründete er 1931 mit zwei Mitbrüdern die »Salzburger Hochschulwochen« als Vorstufe zur geplanten Katholischen Universität, da die frühere Universität nach den Befreiungskriegen säkularisiert und 1810 geschlossen wurde.

Die geplante Katholische Universität, in der nach amerikanischem Vorbild Forschung und Lehre voneinander getrennt sein sollten, kam allerdings nie zustande. Im Jahre 1961 gründete Michels daher das »Internationale Forschungszentrum« auf dem Mönchsberg, dessen Präsident er bis 1977 war. Vorstand des »Instituts für Religionswissenschaft und Theologie« blieb er bis zu seinem Tode.

Thomas Michels gilt als eine der großen Gestalten des deutschen und österreichischen Katholizismus im 20. Jahrhundert. Seine unbeugsame Haltung gegenüber den Nationalsozialisten verdient ebenso Bewunderung wie seine geradezu weltweite Seelsorge (vom Schreibtisch seiner Mönchszelle am Salzburger Nonnberg aus). Er war, nicht zuletzt auf Grund seiner Biographie, weltoffen und welterfahren. Seinen Wunsch, junge Wissenschaftler zu fördern, verwirklichte er insbesondere als Präsident des ifz.