12.12.2019
Gesprächsreihe: „Sprache. Macht. Demokratie.“

Unsere Sprache prägt die Art und Weise, in der wir zusammenleben. Dies gilt nicht nur für das, was wir sagen, sondern mindestens ebenso sehr dafür, wie wir es sagen. Inhalt und Stil, die großen Themen und die kleinen Einzelheiten bestimmen darüber, welche Gestalt unsere Demokratie annimmt.

In einem Workshop und zwei Vorträgen möchten wir gemeinsam mit Ihnen, liebe Interessierte, die Macht der Sprache unter die Lupe nehmen. Wie erzählen PolitikerInnen ihre Geschichten? Wie prägt unser Reden das Verhältnis zwischen den Geschlechtern? Welches Rezept steckt hinter populistischer Rhetorik? An drei Abenden geben die geladenen Expertinnen Einblick in ihre Beobachtungen.

1. Abend: Workshop mit Politikwissenschafterin Astrid Mattes:

Erzählte Politik. Wie Geschichten und Bilder unsere Debatten prägen

Wenn PolitikerInnen über die Verhältnisse im Land sprechen, verwenden Sie Bilder und erzählen Geschichten, um die Realität des gesellschaftlichen Lebens zu prägen. Astrid Mattes zeigt am Beispiel der Migrationsdebatte, wie durch diese Art der Sprachverwendung politische Wirklichkeiten entstehen. Dabei arbeitet sie gemeinsam mit den Teilnehmenden des Workshops an konkreten Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit.

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 18:00 – 20:30 Uhr

ifz, 2. Stock, Mönchsberg 2A, 5020 Salzburg

Eintritt frei

2. Abend: Abendvortrag und Gespräch mit Philosophin Anne Siegetsleitner:

Wie (Un-)Gesagtes die Geschlechterverhältnisse beeinflusst

Kaum ein Aspekt unseres öffentlichen Sprachgebrauchs erhitzt die Gemüter so sehr wie die Frage nach der sogenannten geschlechtergerechten Sprache. Die Philosophin Anne Siegetsleitner wägt die verschiedenen Aspekte der Thematik systematisch ab und entwirft eine philosophisch fundierte Perspektive auf ein alltägliches Spannungsfeld.

Donnerstag, 27. Februar 2020, 19:30 – 21:00 Uhr

ifz, 2. Stock, Mönchsberg 2A, 5020 Salzburg

Eintritt frei

3. Abend: Abendvortrag und Gespräch mit der Journalistin Nina Horaczek:

Erfundene Tatsachen. Wie demagogische Sprache die Demokratie gefährdet

Populistische Politik lebt von einer stark vereinfachenden Darstellung der Wirklichkeit. Woraus genau bezieht demagogische Sprache eigentlich ihre Anziehungskraft? Die Publizistin Nina Horaczek hat die Funktionsweise populistischer Sprache untersucht und die Ergebnisse in ihrem mit Walter Ötsch verfassten Buch „Populismus für Anfänger“ einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Freitag, 20. März 2020, 19:30 – 21:00 Uhr

St. Virgil, Ernst-Grein-Str. 14, 5026 Salzburg

Eintritt: 6 Euro

 

Um Anmeldung zu den drei Veranstaltungen wird gebeten: office@ifz-salzburg.at; Tel: 0662/842521-161

Alle drei Veranstaltungen sind gefördert aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.

In Kooperation mit dem Bildungshaus St. Virgil.