Francesco Laruffa beim Fachgespräch “Soziale Investitionen” im November 2015 am ifz.

Francesco Laruffa: neuer Gastwissenschafter am ifz

Das internationale forschungszentrum für soziale und ethische fragen (ifz) freut sich, Francesco Laruffa als Gastwissenschafter begrüßen zu dürfen. Bis zum 13. April 2016 forscht er im Rahmen des EU-Projekts RE-InVEST zum Thema Sozialinvestitionen im Edith-Stein-Haus am Mönchsberg. Im Zentrum seiner Forschung steht die Entwicklung eines normativen Rahmens für eine Sozialpolitikreform, die auf dem Capability-Ansatz von Amartya Sen basiert. Seine Kritik an Sozialinvestitionen aus Capability-Sicht präsentiert er am ifz in einem Forschungsseminar.

RE-InVEST: erste Forschungsphase abgeschlossen

Die ifz-Wissenschafterinnen Ortrud Leßmann und Elisabeth Buchner haben am Montag, den 4. April, die erste partizipative Forschungsphase des EU-Projekts RE-InVEST erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit den Salzburger Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie unter den Augen des Gastwissenschafters Francesco Laruffa, wurden die Ergebnisse besprochen, über ihre Verwertung und Veröffentlichung nachgedacht und die nächste Forschungsphase vorbereitet. Als Schweizer RE-InVEST-Partner führte Laruffa in Genf ebenfalls eine partizipative Studie durch – mit Schulabbrechern. Die Ergebnisse trug er den Beteiligten aus Salzburg vor und steuerte somit eine weitere Facette zur “Verschmelzung” der Wissensbestände (“merging of knowledge”) aller Beteiligten – der von der Krise Betroffenen, der Personen aus der Wissenschaft und der Praxis – bei.

 

Zur Person: Francesco Laruffa

Francesco Laruffa studierte Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Politikwissenschaft in Turin, Tübingen, Paris und Berlin. Zurzeit promoviert er an der Berlin Graduate School of Social Sciences in Sozioökonomie. Außerdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Projekt “Europa als Herausforderung” an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ab Herbst 2016 arbeitet er für die Schweizer RE-InVEST-Delegation an der Universität in Genf. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Zusammenhang von Theorien der Gerechtigkeit mit der Sozialpolitikreform in Europa.