ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer leitet das Fachgespräch „Armut und Gesundheit NACH der Digitalisierung“. (Copyright: Robert Maybach)

04.03.2020
Fachgespräch: Armut und Gesundheit NACH der Digitalisierung

Zwischen Armut/sozialer Ausgrenzung und Gesundheit gibt es viele Zusammenhänge. Die allermeisten sind jedoch nicht ausreichend erforscht, schon gar nicht unter Einbeziehung von Betroffenen.

Angesichts aktueller medizinischer Entwicklungen (unter den Vorzeichen von Digitalisierung, preventive turn, Individualisierung) stellt sich auch die Frage, inwieweit sich diese Zusammenhänge verändern und neu beleuchtet werden müssen. Und schließlich: Welche Folgen haben diese Veränderungen für die gesundheitswissenschaftliche und gesundheitspolitische Debatte?

Ziel des Fachgesprächs ist es, diese Fragestellung unter dem Titel „Armut und Gesundheit nach der Digitalisierung“ in verschiedenen Anwendungsfeldern und aus unterschiedlichen disziplinären Zugängen aufzufächern und zu diskutieren.

 

Vorläufiges Programm:

Donnerstag, 5. März 2020: Start: 11.00 Uhr

Lutz Groh (Bergisch-Gladbach): „Wie sieht Gesundheit nach der Digitalisierung aus?“

Ursula Costa (Gesundheitswissenschaften, Innsbruck): „Gesundheits-Visionen und Handlungsimplikationen – skizziert im Dialog“

Zwischenresümee

Martina Schmidhuber (Philosophie, Graz): „Armutsgefährdung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz“

Michael Fuchs (Wien): „Gesundheit und nicht-krankenversicherte Personen“

 

Freitag, 6. März 2020: Start: 9.15 Uhr

Martin Schenk (Sozialexperte Diakonie, Wien): „Armut, Gesundheit und Gesundheitsversorgung. Zusammenhänge, Barrieren, Perspektiven.“

Matthias R. Hastall (Dortmund): „Armut und Gesundheitskommunikation: Perspektiven, Barrieren und Lösungsansätze“

Zwischenresümee

Thomas Lion (Medizin, Wien): „Ärztliches Selbstverständnis und Biomacht“

Elisabeth Alder-Würrer (Coaching, Wien): „Sustainable Professional Identities“


Das Fachgespräch ist eine Kooperation des ifz mit dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg. Das Fachgespräch leitet ifz-Präsident Helmut P. Gaisbauer.

ifz/ZEA-Fachgespräche erlauben Begegnungen von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen und Arbeitszusammenhängen. Sie sind in der Regel eineinhalb-tägig, mit etwa acht vortragenden TeilnehmerInnen und ausreichend Zeit zur Diskussion. Sie stellen ein Thema zur Diskussion und führen in manchen Fällen zu einer Publikation (Sammelband).