Clemens Sedmak 26.- 29. September 2011

26.09.2011
Benediktakademie: Eine Kultur der Hoffnung bauen.

benakLOGO-CMYKIn seiner Enzyklika „Spe Salvi“ über die Hoffnung stellt Papst Benedikt XVI. die Frage nach Grund, Quellen und Frucht der Hoffnung, die uns trägt. Dabei betont er auch, dass Hoffnung nicht individualistisch zu verstehen ist, sondern Gut einer Gemeinschaft darstellt. Es ist eine Gemeinschaft, die die entscheidende Frage stellt: Was dürfen wir hoffen? Benedikt XVI unterscheidet zwischen den vielen kleinen Hoffnungen, die uns durch den Alltag tragen und der großen Hoffnung die sich auf das richtet, was in der Tradition „höchstes Gut“ heißt. Wörtlich heißt es in der Enzyklika: „Wir brauchen die kleineren oder größeren Hoffnungen, die uns Tag um Tag auf dem Weg halten. Aber sie reichen nicht aus ohne die große Hoffnung, die alles andere überschreiten muß“ (Spe Salvi 31).

Anschließend nennt der Papst Lern- und Übungsorte der Hoffnung. Er bedenkt eine „Schule der Hoffnung“. Wir werden auch sehen, dass sich in früheren Schriften Joseph Ratzingers wie auch in der Enzyklika „Caritas in Veritate“ Ideen zu einer Kultur der Hoffnung finden. Hier stellen sich Fragen nach dem Wert von Utopien, nach Grundlagen für kulturelle Erneuerung, nach Ermutigung zum Engagement.

Die Benediktakademie 2011 wird dem Thema einer „Kultur der Hoffnung“ gewidmet sein. Es soll um die Kernfragen gehen: Wie können wir eine Kultur der Hoffnung aufbauen? Wie können wir an einer Kultur der Hoffnung bauen?

Im Besonderen stellen wir uns die folgenden Fragen:
I. Was ist eine Kultur der Hoffnung? Was ist unter der Hoffnung einer Gemeinschaft zu verstehen? Aus welchen Quellen speist sich die Hoffnung einer Gemeinschaft?
II. Wie zeigt sich eine Kultur der Hoffnung? Was sind Zeichen von Hoffnung? Was sind „beste Beispiele“ für eine Kultur der Hoffnung?
III. Wie kann „Hoffnung“ eingeübt und gelernt werden? Was sind Lern- und Übungsorte von Hoffnung? Was sind „Schulen der Hoffnung“?
IV. Wie können wir konkret und praktisch eine Kultur der Hoffnung bauen?

Kurz, es geht um die Frage nach dem Begriff einer Kultur der Hoffnung, um die Frage nach Manifestationen einer Kultur der Hoffnung, um die Frage nach der Einübung in eine Kultur der Hoffnung und um die Frage nach dem konkreten Aufbau einer Kultur der Hoffnung. Wir wollen diesen Fragen im Dialog mit impulsgebenden Texten und impulsgebenden Referent/inn/en nachgehen. Die Referent/inn/en werden aus verschiedenen Fachgebieten kommen und ein breites Spektrum abdecken.

Die Ergebnisse der Benediktakademie werden publiziert.
Wir werden vorbereitend auf das Treffen auch zwei Texte ausschicken.

Einreichungen bis 15. Juni 2011

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