Philosophin Anne Siegetsleitner über geschlechtergerechte Sprache.

Ein Plädoyer für geschlechtersensible Sprache

Voll bis auf den letzten Platz war der Kommunikationsraum des ifz, während die Philosophieprofessorin Anne Siegetsleitner von der Universität Innsbruck am vergangenen Donnerstag, den 27. Februar 2020, in ihrem Vortrag laut darüber nachdachte, „Wie (Un)gesagtes die Geschlechterverhältnisse beeinflusst“. Sprachwissenschaftliche Aspekte kamen dabei ebenso zur Geltung wie demokratietheoretische Fragen. Dabei nahm die Referentin im Hinblick auf die Verwendung sogenannter geschlechtergerechter Sprache Abstand von jedem einschlägigen „auf jeden Fall!“ oder „niemals!“. Das Fazit ihrer Überlegungen bildete stattdessen ein Plädoyer für einen situationssensiblen Umgang mit geschlechtersensibler Sprache.

Der große Komunikationsraum des ifz im Edith-Stein-Haus auf dem Mönchsberg war bsi auf den letzten Platz gefüllt!

ifz-Wissenschafterin Annette Langner-Pitschmann mit Philosophin Anne Siegetsleitner und ifz-Präsidiumsmitglied Margareta Strasser (von links).

Die von der ÖGPB finanzierte Veranstaltungsreihe „Sprache. Macht. Demokratie“ beschäftigt sich mit der Einsicht, dass unsere Sprache nicht einfach Begleiterscheinung, sondern Gestaltungsfaktor unseres Miteinanders ist. Inhalt und Stil, die großen Themen und die kleinen Einzelheiten bestimmen darüber, wie gut Demokratie gelingt. Eröffnet wurde die Reihe von insgesamt drei Veranstaltungen am 12. Dezember 2019 mit einem Workshop durch die Wiener Politikwissenschaftlerin Astrid Mattes. Der dritte und letzte Vortrag findet am 20. März in St. Virgil statt. Dann wird die Journalistin und Publizistin Nina Horaczek unter der Überschrift „Erfundene Tatsachen. Wie demagogische Sprache die Demokratie gefährdet“, einen Vortrag halten.

Hier können Sie den Flyer der Veranstaltung als PDF herunterladen!