Edith Stein Patronin unseres Hauses

Edith Stein

„Wir wollen jeden Tag ein neues Leben beginnen.“
Edith Stein (1891-1942)

Edith Stein, die Patronin unseres Hauses, war Philosophin, Frauenrechtlerin, katholische Nonne jüdischer Herkunft und Märtyrin. Papst Johannes Paul II. sprach sie als erste katholische Märtyrin jüdischer Abstammung am 1987 selig und im Oktober 1998 heilig. 1999 wurde Edith Stein zur Patronin Europas erklärt. Ihr Gedenktag ist der 9. August.

Ausbildung
An den Universitäten Breslau, Göttingen und Freiburg im Breisgau studierte Edith Stein  Philosophie, Psychologie und Geschichte. Obwohl mit Auszeichnung promoviert („Zum Problem der Einfühlung“), wurde sie als jüdische Frau nicht zur Habilitation zugelassen.

Konversion und Ordensbeitritt
Nach der Lektüre der Autobiographie der hl. Teresa von Ávila, konvertiere Edith Stein zum römisch-katholischen Glauben. Sie wurde Lehrerin an einer Mädchenschule der Dominikanerinnen. Sie wechselte 1932 zum katholischen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster. Dort beschäftigte sie sich mit Thomas von Aquin. Sie hielt Vorträge zur Frauenfrage und zu Problemen der Mädchenbildung. 1933 trat Edith Stein in den Kölner Karmel „Maria vom Frieden“ ein und nahm den Ordensnamen „Schwester Teresia Benedicta a Cruce“ (d.h. „die vom Kreuz Gesegnete“) an.

Verfolgung und Ermordung
1933 verhängte das Naziregimes über Edith Stein als gebürtige Jüdin ein Lehrverbot und sie musste ihre Stelle in Münster aufgeben. 1938 siedelte Edith Stein mit ihrer Schwester Rosa in den Karmel im niederländischen Echt über. Als die Niederlande von den Deutschen besetzt wurden, wurden Edith Stein und ihre Schwester am 2. August 1942 deportiert. Am 9. August 1942 wurden die Schwestern Stein im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in der Gaskammer ermordet.