Call for Contributions: Lesebuch Soziale Ausgrenzung II

Call for Contributions: Lesebuch Soziale Ausgrenzung II

Das Lesebuch soziale Ausgrenzung geht in die zweite Runde: Nachdem der im Herbst 2014 erschienene erste Band darauf abzielte, das Spektrum sozialer Ausgrenzung auszuleuchten, soll nun ein zweiter Band mit Fokus auf Alltagserfahrungen von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie deren Konsequenzen auf den Alltag betroffener Menschen folgen. ExpertInnen sind dazu aufgerufen, Vorschläge für Einzelbeiträge bis zum 30. April 2015 einzureichen.

Ursachen, Ausmaße und Auswirkungen von Armut und sozialer Ausgrenzung auf Menschen in einem Land wie Österreich sind einerseits gut erforscht: jährlich erhobene Statistiken und begleitende Medienberichte wie auch zahlreiche wissenschaftliche Publikationen geben fundiert Auskunft. Andererseits zeigt sich im medialen bzw. öffentlichen wie auch im wissenschaftlichen Diskurs, dass das Wissen um Armut und soziale Ausgrenzung abseits der gut ausgeleuchteten Pfade oft oberflächlich bleibt und sich auf wenige, offensichtliche Aspekte beschränkt. Es besteht somit die Gefahr, dass die Dringlichkeit und Tiefe sozialer Ausgrenzung in ihren vielfältigen alltäglichen Dimensionen und Erfahrungen verdeckt wird von einer Gewöhnung an wiederkehrende Motive und Argumente. Dem will das Lesebuch Soziale Ausgrenzung entgegenwirken.

Anliegen der ersten Ausgabe des Lesebuchs (mandelbaum verlag 2014) war es, die Breite der Thematik zu veranschaulichen. Im nun folgenden zweiten Band soll der Fokus auf Alltagserfahrungen im Kontext von Armut und sozialer Ausgrenzung liegen, auf zu wenig beachteten Konsequenzen von Armut und sozialer Ausgrenzung auf das tägliche Leben betroffener Menschen.

Was erleben Menschen, die keine sozioökonomische „Normalbiographie“ haben, als ihre Normalität? Welche oft unbedachten Begleitumstände sind Alltag im Leben derjenigen, die in den einschlägigen Statistiken geführt sind? Was alles, dem Common Sense nach ein Minimalstandard des guten Lebens ist, entbehrt ein von Armut betroffener Mensch in Österreich, und mit welchen Konsequenzen ist das verbunden? Fragen wie diesen und ihren Antworten möchten wir im zweiten Band des Lesebuchs Soziale Ausgrenzung Raum geben und somit „tiefem Wissen“ über und Einblicke in Alltagswelten und Alltagserfahrungen von Menschen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind.

Zu Wort kommen sollen ExpertInnen verschiedenen Hintergrundes: Menschen, die in je eigener Weise Erfahrung mit Armut bzw. sozialer Ausgrenzung haben, von Betroffenen über ‚PraktikerInnen‘ bis hin zu akademischen ArmutsforscherInnen. Willkommen sind Essays, aber auch andere Textsorten, wie z.B. Interviews oder literarische Formen, die zum Nach- und Mitdenken anregen, zu Sensibilisierung beitragen sowie Interesse und Neugier wecken.

Essays sollen auf Deutsch verfasst werden und eine Länge von 4.000 bis maximal 6.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben. Wir bitten um Vorschläge für Einzelbeiträge an Elisabeth Kapferer (elisabeth.kapferer@sbg.ac.at) bis zum 30. April 2015 bei einer geplanten Abgabe der fertigen Texte bis 15. Juni 2015.

Das Lesebuch Soziale Ausgrenzung wird vom Board von ASAP Österreich (www.academicsstand.org bzw. www.uni-salzburg.at/asap) unter der Leitung von Clemens Sedmak herausgegeben. Der zweite Band soll im Dezember 2015 vorliegen. Das Buch richtet sich an eine breite Leserschaft und soll entsprechend gestreut werden (etwa auch an Schulen, auf Ämtern, in Arztpraxen, an Orten an denen Menschen Zeit für die Lektüre eines kurzen Textes haben).

 

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Call for Contributions: Lesebuch Soziale Ausgrenzung II (pdf)