Symposium „The Human Agent – Capabilities and Justice“ Vortrag von Birgit Prodinger

Betätigungsbalance – eine kritische Reflexion

Birgit Prodinger und Tanja Stamm brachten eine kritische Betrachtung zum Begriff Betätigungsbalance und gingen anhand dessen auf die FWF geförderte Studie „Betätigungsbalance und rheumatoide Arthritis – Geschlecht, Betätigungsbalance, Immunologie“ ein.

Betätigung und Balance sind weit gefasste Begriffe, zu denen es unterschiedliche Definitionen gibt, die Auswirkungen auf den Begriff der Betätigungsbalance haben. Dabei werden in die Diskussion um eine Betätigungsbalance häufig weitere Begriffe wie Lebensbalance, work-life- oder work-family balance und Rollen-balance gebracht, die ihrerseits wieder verschieden definiert und interpretiert werden.

Der Ergotherapie- und Handlungswissenschaft geht es bei der Betätigungsbalance darum, zu untersuchen, wie viel Zeit für welche Betätigung verwendet wird, wie dies von persönlichen Interessen und Rahmenbedingungen beeinflusst wird und was ein ausgewogenes Verhältnis von Betätigungen im Alltag kennzeichnet.

Anhand der Studie zeigte Prodinger auf, dass eine Betätigungsgbalance, bzw. -dysbalance im Krankheitsprozess ein wichtiger Faktor ist. Dabei ist die Betätigungsbalance vor allem als subjektiv erlebter und dynamischer Prozess zu betrachten.

Birgit Prodinger hielt den Vortrag im Rahmen des Symposiums „The Human Agent – Capabilities and Justice“.