Małgorzata Bogaczyk-Vormayr

Referat: Philosophie der Resilienz

Forschungsseminar „Philosophie der Resilienz“

„Es ist MontMalgorzata-favouriteag, und es ist der erste, und ich beginne nichts von vorn. Möchte nur mehr schlecht und recht, schleppend, krächzend, stöhnend, mit dem Okular und scharf geschliffenen Instrumenten das fortsetzen, was ich letzten Montag angefangen habe. Ich möchte montags und am ersten nicht mehr die Welt erlösen oder sie aus den Angeln heben. Möchte nur noch leben in dieser Welt, montags und auch am ersten, genauso lange, bis ich meine Arbeit getan und meine Pflicht erfüllt habe. So bescheiden? Im Gegenteil, so ehrgeizig, am Montag und am ersten.“ So schreibt der ungarische Autor Sándor Márai in seinem Buch Himmel und Erde, und diese Worte versteht Małgorzata Bogaczyk-Vormayr als eine Aufforderung zur resilienten Handlung.

In ihrem Referat „Philosophie der Resilienz“ widmet sich Bogaczyk-Vormayr den philosophischen Auffassungen von Krise (Krankheit und Tod) als Veränderung sowie von Freiheit als Entscheidung gegen das Schicksal (Freiheit zu vs. Freiheit von). Sie bringt Auszüge aus den platonischen Dialogen Politeia und Kriton, aus der Sammlung Weisung der Altväter und aus den Schriften von zeitgenössischen Autoren wie Franz Kafka und Ernst Tugendhat.

Bogaczyk-Vormayr illustriert ihre Reflexion mit drei Beispielen von Lebensphilosophien und den darin vorgeschlagenen Modi einer Krisenbewältigung: Sie erzählt von der Entstehung eines Werkes von Olivier Messiaen (Quatuor pour la fin du temps), sie gibt Einblick in die Lebensgeschichte einer österreichischen kleinwüchsigen Familie und beleuchtet allgemein die Situation von Kleinwüchsigen in Österreich. Schließlich berichtet sie von ihrem Besuch in Herrnbaumgarten, einem humorvoll resilienten, „verrückten Dorf“ in Niederösterreich und stellt damit die sogenannte Normalität in Frage.

Handout_Philosophie der Resilienz

Praesentation_Philosophie der Resilienz