Offene Werkstatt

Rückblick: „Freiraum zum Selbermachen“

Salzburg, 05. Mai 2011 – Unter dem Motto „Arbeiten – Begegnen – Entfalten“ lud die neu gegründete Salzburger Initiative Offene Werkstatt-3für eine „Offene Werkstatt“ gestern Abend zu einer Informationsveranstaltung ins Bildungszentrum St. Virgil. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung und lauschten den Vorträgen der Gastreferentinnen aus Deutschland sowie dem Beitrag der Salzburger Initiatorinnen. Moderatiert wurde die Veranstaltung von Peter Braun, Direktor des Bildungszentrums St.Virgil, und Christine Sontag, Koordinatorin beim Internationalen Forschungszentrum (ifz) Salzburg.

Der Abend stand ganz im Zeichen einer Konkretisierung einer Offenen Werkstatt für Salzburg. Eine Projektgruppe bestehend aus ifz, Bildungshaus St. Virgil, ABZ Itzling und Robert-Jungk Bibliothek verfolgt bereits seit Ende vergangenen Jahres die Umsetzung. Im Kern des Konzeptes, das nun der Öffentlichkeit präsentiert wurde, steht die Idee, eine Möglichkeit zu schaffen, im öffentlichen Raum handwerklich tätig zu sein.

Andrea Baier, wissenschaftliche Mitarbeiterin der deutschen Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, gab im ersten Referat einen theoretischen Einblick in die Themen Eigenarbeit, nachhaltige Lebensstile sowie die zahlreichen Qualitäten und Potentiale Offener Werkstätten. „Offene Werkstätten sind für alle Schichten offen und werden auch breit genutzt. Hier wird unkompliziert Wissen von MeisterInnen an Laien und von Mensch zu Mensch weitergegeben.“, so Baier.

Elisabeth Redler, Leiterin des Hauses der Eigenarbeit in München, präsentierte in ihrem Erfahrungsbericht Zahlen und Fakten ihrer Einrichtung. „Im Moment platzen wir aus allen Nähten. Seit letztem Jahr stellen wir Überlegungen an in München einen zweiten Standort einzurichten, weil die Nachfrage so groß ist.“

In interessierter Atmosphäre präsentierten im Anschluss Gumpelmair Monika und Rumpl Elisabeth, Initiatorinnen des Salzburger Projektes ihre Konzeptideen. Neben einer Holz-, und einer Textilwerkstatt soll die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt umgesetzt werden. Betont wurden besonders gesundheitliche Aspekte: „Sich in seinem Schaffen zu erleben, handwerkliche Kompetenzen weiterzuentwickeln, eigene Ideen verwirklichen zu können, macht selbstbewusst und widerstandsfähig.“, so Gumpelmair.

Derzeit ist die Initiative auf der Suche nach konkreten Finanzierungsmöglichkeiten und einem passenden Ort. „Unsere oberste Priorität ist im Moment sicher die Suche nach Räumlichkeiten. Neben der Option auf ein eigenes Haus, in dem alle drei Werkstätten Platz finden, sehen wir auch die Möglichkeit bestehende Strukturen zu nutzen.“, so Rumpl. Vorgestellt wurden die „frisch gebackene“ Homepage und ein Informationsfolder.

In der abschließenden Diskussionrunde standen Fragen nach der konkreten Ausgestaltung der Werkstätten, den bisherigen Entwicklungsfortschritten, sowie sozialen und pädagogischen Potentialen einer solchen Einrichtung im Brennpunkt des Interesses der Teilnehmer. Gastgeber als auch Gäste zeigten sich von der Veranstaltung begeistert und diskutierten noch vor Ort über zukünftige Kooperationen und Nutzungsmöglichkeiten.

Rückfragehinweis: Initiative „Offene Werkstatt Salzburg“

Mag. Rumpl Elisabeth, E-Mail: rumpl@offene-werkstatt.at, Telefon: +43 650 9404080

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